Inhalt Der Prophet Micha

1Gott erscheint zum Gericht über Israel und Juda
1Dies ist das Wort des HERRN, welches geschah zu Jeremia 26,18 Micha aus Moreschet zur Zeit des Jesaja 1,1 Jotam, Ahas und Hiskia, der Könige von Juda, das er geschaut hat über Samaria und Jerusalem. 2Höret, alle Völker! Merk auf, Land und alles, was darinnen ist! Denn Gott der HERR hat mit euch zu reden, ja, der Herr aus seinem heiligen Tempel. 3Denn siehe, der HERR wird herausgehen aus seiner Wohnung und herabfahren und Amos 4,13 treten auf die Höhen der Erde, 4daß die Berge unter ihm schmelzen und die Täler sich spalten, gleichwie Wachs vor dem Feuer zerschmilzt, wie die Wasser, die talwärts stürzen. 5Das alles um Jakobs Übertretung willen und um der Sünden willen des Hauses Israel.

6Was ist aber die Übertretung Jakobs? Jeremia 23,13 Ist's nicht Samaria? Was sind aber die Opferhöhen Judas? Ist's nicht Jerusalem?Und ich will 1.Könige 16,24Hosea 14,1 Samaria zu Steinhaufen im Felde machen, die man für die Weinberge nimmt, und will seine Steine ins Tal schleifen und es bis auf den Grund bloßlegen. 7Alle seine Götzen sollen zerbrochen und all sein Hosea 2,7 Hurenlohn soll mit Feuer verbrannt werden. Und ich will alle seine Götzenbilder zerstören; denn sie sind von Hurenlohn zusammengebracht und sollen auch wieder zu Hurenlohn werden. 8Darüber muß ich klagen und heulen, ich muß barfuß und bloß dahergehen; ich muß klagen wie die Schakale und jammern wie die Strauße: 9Denn unheilbar ist die Plage des HERRN: sie kommt bis nach Juda, sein Schlag reicht bis an meines Volkes Tor, bis hin nach Jerusalem.

10*Verkündet's ja nicht in 2.Samuel 1,20 Gat; laßt euer Weinen nicht hören; in Bet-Leafra wälzt euch im Staube! 11Ihr Einwohner von Schafir müßt dahin mit allen Schanden; die Einwohner von Zaanan werden nicht ausziehen; das Leid Bet-Ezels wird euch wehren, daß ihr euch da lagert. 12Die Einwohner von Marot vermögen sich nicht zu trösten; denn es wird das Unglück vom HERRN kommen auch bis an die Tore Jerusalems. 13Du Stadt Lachisch, spanne Rosse an und fahre davon; denn du bist für die Tochter Zion der Anfang zur Sünde, und in dir finden sich die Übertretungen Israels. 14Du wirst dich scheiden müssen von Moreschet-Gat; die Häuser von Achsib werden den Königen von Israel zum Trug werden. 15Ich will über dich, Marescha, den rechten Erben bringen, und die Herrlichkeit Israels soll kommen bis Adullam. 16Laß dir die Haare abscheren und geh kahl um deiner verzärtelten Kinder willen; ja, mach dich kahl wie ein Geier, denn sie sind gefangen von dir weggeführt.

2Weheruf über die Machthaber, die das Volk berauben
1Weh denen, die Psalm 36,5 Schaden zu tun trachten und gehen mit bösen Gedanken um auf ihrem Lager, daß sie es frühe, wenn's licht wird, vollbringen, weil sie die Macht haben! 2Sie 5.Mose 5,21Sprüche 24,15Jesaja 5,8 reißen Äcker an sich und nehmen Häuser, wie sie's gelüstet. So treiben sie Gewalt mit eines jeden Hause und mit eines jeden Erbe.

3Darum spricht der HERR: Siehe, ich ersinne wider dies Geschlecht Böses, aus dem ihr euren Hals nicht ziehen und unter dem ihr nicht so stolz dahergehen sollt; denn Amos 5,13 es soll eine böse Zeit sein. 4Zur selben Zeit wird man einen Spruch von euch machen und klagen: Es ist aus - so wird man sagen -, wir sind vernichtet! Meines Volkes Land kriegt einen fremden Herrn! Wann wird er uns die Äcker wieder zuteilen, die er uns genommen hat? 5Jawohl, ihr werdet keinen Anteil behalten in der Gemeinde des HERRN.

6„Geifert nicht!“, so geifern sie. Amos 7,16 „Solches soll man nicht predigen! Wir werden nicht so zuschanden werden! 7Ist denn das Haus Jakob verflucht? Meinst du, Amos 6,3 der HERR sei schnell zum Zorn? Sollte er solches tun wollen?“ Es ist wahr, meine Reden sind freundlich den Frommen. 8Aber ihr steht wider mein Volk wie ein Feind; denn wie Leute, die aus dem Kriege kommen, raubt ihr Rock und Mantel denen, die sicher dahergehen. 9Ihr treibt die Frauen meines Volks aus ihren lieben Häusern und nehmt von ihren Kindern meinen Schmuck auf immer. 10Darum macht euch auf! Ihr müßt davon, ihr sollt an dieser Stätte nicht bleiben! Um der Unreinheit willen muß sie unsanft zerstört werden.

11Wenn ich ein Irrgeist wäre und ein Lügenprediger und predigte, wie sie saufen und schwelgen sollen - das wäre ein Prediger für dies Volk!

Verheißung des künftigen Heils
12Ich Jeremia 31,10 will dich, Jakob, sammeln ganz und gar und, was übrig ist von Israel, zusammenbringen. Ich will sie wie Schafe miteinander in einen festen Stall tun und Hesekiel 36,37 wie eine Herde in ihre Hürden, daß es von Menschen dröhnen soll.“ 13Er wird als ein Durchbrecher* vor ihnen heraufziehen; sie werden durchbrechen und durchs Tor hinausziehen, und ihr König wird vor ihnen hergehen und Jesaja 52,12 der HERR an ihrer Spitze.

31Und ich sprach: Höret doch, ihr Häupter im Hause Jakob und ihr Herren im Hause Israel! Ihr solltet die sein, die Jeremia 5,5 das Recht kennen. 2Aber ihr hasset das Gute und liebet das Arge; ihr schindet ihnen die Haut ab und das Fleisch von ihren Knochen 3und Psalm 14,4 fresset das Fleisch meines Volks. Und wenn ihr ihnen die Haut abgezogen habt, zerbrecht ihr ihnen auch die Knochen; ihr zerlegt es wie in einen Topf und wie Fleisch in einen Kessel. 4Darum, Sprüche 1,28Hesekiel 8,18 wenn ihr nun zum HERRN schreit, wird er euch nicht erhören, sondern wird sein Angesicht vor euch verbergen zur selben Zeit, wie ihr mit eurem bösen Treiben verdient habt.

5So spricht der HERR wider die Propheten, die mein Volk verführen, die da predigen, es werde gut gehen, wenn man ihnen zu fressen gibt; wer ihnen aber nichts ins Maul gibt, dem predigen sie, es werde ein Krieg kommen: „ 6Darum soll euch die Nacht ohne Gesichte sein und die Finsternis ohne Wahrsagung.“ Die Sonne soll über den Propheten untergehen und der Tag über ihnen finster werden. 7Und die Seher sollen zuschanden und die Wahrsager zu Spott werden; sie müssen alle ihren Bart verhüllen, weil Amos 8,12 kein Gotteswort dasein wird. 8Ich aber bin voll Kraft, voll Geist des HERRN, voll Recht und Stärke, daß ich Jakob seine Übertretung und Israel seine Sünde anzeigen kann.

9So höret doch dies, ihr Häupter im Hause Jakob und ihr Herren im Hause Israel, die ihr das Recht verabscheut und alles, was gerade ist, krumm macht; 10die ihr Habakuk 2,12 Zion mit Blut baut und Jerusalem mit Unrecht 11- seine Häupter richten für Geschenke, seine Priester lehren für Lohn und seine Propheten wahrsagen für Geld - und euch dennoch auf den HERRN verlaßt und sprecht: Jeremia 7,4 „Ist nicht der HERR unter uns? Es kann kein Unglück über uns kommen“: 12Darum wird Zion um euretwillen wie ein Acker gepflügt werden, und Jerusalem wird zu Steinhaufen werden und der Berg des Tempels zu einer Höhe wilden Gestrüpps.

4Das kommende Friedensreich Gottes
1Jesaja 2,2 In den letzten Tagen aber wird der Berg, darauf des HERRN Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über die Hügel erhaben. Und die Völker werden herzulaufen, 2und viele Heiden werden hingehen und sagen: Kommt, laßt uns hinauf zum Berge des HERRN gehen und zum Hause des Gottes Jakobs, daß er uns lehre seine Wege und wir in seinen Pfaden wandeln! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und Lukas 24,47 des HERRN Wort von Jerusalem. 3Er wird unter großen Völkern richten und viele Heiden zurechtweisen in fernen Landen. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. 4Ein 1.Könige 5,5Sacharia 3,10 jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken. Denn der Mund des HERRN Zebaoth hat's geredet. 5Ein jedes Volk wandelt im Namen seines Gottes, aber wir wandeln im Namen des HERRN, unseres Gottes, immer und ewiglich!

Die Begnadigung des zerschlagenen Volkes
6Zur selben Zeit, spricht der HERR, will ich Jeremia 31,8 die Lahmen sammeln und 5.Mose 30,4 die Verstoßenen zusammenbringen und die ich geplagt habe. 7Und ich will den Lahmen geben, daß sie viele Erben haben, und will die Verstoßenen zum großen Volk machen. Und der HERR wird König über sie sein auf dem Berge Zion von nun an bis in Ewigkeit. 8Und du, Turm der Herde, du Feste der Tochter Zion, zu dir wird kommen und wiederkehren die frühere Herrschaft, das Königtum der Tochter Jerusalem.

9Warum Jeremia 8,19 schreist du denn jetzt so laut? Ist kein König bei dir? Und sind deine Ratgeber alle hinweg, daß dich die Wehen erfassen wie eine in Kindsnöten? 10Leide doch solche Wehen und stöhne, du Tochter Zion, wie eine in Kindsnöten; denn du mußt zwar zur Stadt hinaus und auf dem Felde wohnen und nach Babel kommen. Aber von dort wirst du wieder errettet werden, dort wird dich der HERR erlösen von deinen Feinden.

11Nun aber werden sich viele Heiden wider dich zusammenrotten und sprechen: Sie ist dahingegeben; wir wollen auf Zion herabsehen! 12Aber sie wissen des HERRN Gedanken nicht und kennen seinen Ratschlag nicht, daß er sie zusammengebracht hat wie Garben auf der Tenne. 13Darum mache dich auf und drisch, du Tochter Zion! Denn ich will dir eiserne Hörner und eherne Klauen machen, und du sollst viele Völker zermalmen und ihr Gut dem HERRN weihen und ihre Habe dem Herrscher der ganzen Welt.

14Aber nun zerraufe und zerkratze dich, denn man wird uns belagern und den Richter Israels mit der Rute auf die Backe schlagen.

5Der Herrscher aus Davids Geschlecht wird aus Bethlehem kommen
1Und du, 1.Mose 35,19Matthäus 2,5 Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, Johannes 1,1 dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist. 2Indes läßt er sie plagen bis auf die Zeit, daß die, Jesaja 7,14 welche gebären soll, geboren hat. Da wird dann Jesaja 11,12 der Rest seiner Brüder wiederkommen zu den Söhnen Israel. 3Er aber wird auftreten und Hesekiel 34,23 weiden in der Kraft des HERRN und in der Macht des Namens des HERRN, seines Gottes. Und sie werden sicher wohnen; denn er wird zur selben Zeit herrlich werden, so weit die Welt ist. 4Und Jesaja 9,5Epheser 2,14 er wird der Friede sein.

5Wenn Assur in unser Land fällt und in unsere festen Häuser einbricht, so werden wir sieben Hirten und acht Fürsten dagegen aufstellen,die das Land Assur verderben mit dem Schwert und das Land Nimrods mit ihren bloßen Waffen. So wird er uns von Assur erretten, wenn es in unser Land fallen und in unsere Grenzen einbrechen wird.

6Und es werden die Übriggebliebenen aus Jakob unter vielen Völkern sein Psalm 110,3 wie Tau vom HERRN, wie Regen aufs Gras, der auf niemand harrt noch auf Menschen wartet. 7Ja, die Übriggebliebenen aus Jakob werden unter den Heiden inmitten vieler Völker sein wie ein Löwe unter den Tieren im Walde, wie ein junger Löwe unter einer Herde Schafe, dem niemand wehren kann, wenn er einbricht, zertritt und zerreißt. 8Denn deine Hand wird siegen gegen alle deine Widersacher, daß alle deine Feinde ausgerottet werden.

9Zur selben Zeit, spricht der HERR, Sacharia 9,10 will ich deine Rosse ausrotten und deine Wagen zunichte machen 10und will die Städte deines Landes vernichten und alle deine Festungen zerbrechen. 11Und ich will die Zauberei bei dir ausrotten, daß keine Zeichendeuter bei dir bleiben sollen. 12Sacharia 13,2 Ich will deine Götzenbilder und Steinmale aus deiner Mitte ausrotten, daß du nicht mehr anbeten sollst deiner Hände Werk, 13und will deine Ascherabilder ausreißen aus deiner Mitte und deine Städte vertilgen. 14Und ich will mit Grimm und Zorn Vergeltung üben an allen Völkern, die nicht gehorchen wollen.

6Der rechte Gottesdienst
1Höret doch, was der HERR sagt: „Mach dich auf, führe deine Sache vor den Bergen und Hesekiel 6,2 laß die Hügel deine Stimme hören!“ 2Höret, ihr Berge, wie der HERR rechten will, und merket auf, ihr Grundfesten der Erde; denn der HERR will mit seinem Volk rechten und mit Israel ins Gericht gehen!

3Jeremia 2,5 „Was habe ich dir getan, mein Volk, und womit habe ich dich beschwert? Das sage mir! 4Habe ich dich doch aus Ägyptenland geführt und aus der Knechtschaft erlöst und vor dir her gesandt Mose, Aaron und 2.Mose 15,20 Mirjam. 5Mein Volk, denke doch daran, was Balak, der König von Moab, vorhatte und was ihm 4.Mose 22,1 Bileam, der Sohn Beors, antwortete; wie du hinüberzogst von Josua 2,1 Schittim bis nach Josua 4,19 Gilgal, damit ihr erkennt, wie der HERR euch alles Gute getan hat.“

6„Womit soll ich mich dem HERRN nahen, mich beugen vor dem hohen Gott? Soll ich mich Psalm 50,8Amos 5,22 ihm mit Brandopfern nahen und mit einjährigen Kälbern? 7Wird wohl der HERR Gefallen haben an viel tausend Widdern, an unzähligen Strömen von Öl? Soll ich meinen Erstgeborenen für meine Übertretung geben, meines Leibes Frucht für meine Sünde?“ 8Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und 5.Mose 10,121.Samuel 15,22 was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.

Gegen Lug und Trug in Jerusalem
9Des HERRN Stimme ruft über die Stadt - wer deinen Namen fürchtet, dem wird's gelingen -: Höret, ihr Stämme und Ratsleute! 10Noch immer bleibt unrecht Gut in des Gottlosen Hause und 3.Mose 19,35 das verfluchte falsche Maß. 11Oder sollte ich unrechte Waage und Sprüche 20,10 falsche Gewichte im Beutel billigen? 12Ihre Reichen tun viel Unrecht, und ihre Einwohner gehen mit Lügen um und haben falsche Zungen in ihrem Halse. 13Darum will auch ich anfangen, dich zu plagen und dich um deiner Sünden willen wüst zu machen. 14Du sollst essen und doch nicht satt werden. Und was du beiseite schaffst, wirst du doch nicht retten; und was du rettest, will ich doch dem Schwert preisgeben. 15Du sollst säen und nicht ernten; du sollst Öl keltern und dich damit nicht salben und Wein keltern und ihn nicht trinken. 5.Mose 28,38Amos 5,11 16Denn du hieltest dich an die Weisungen Omris und alle Werke des Hauses Ahab und folgtest ihrem Rat. Darum will ich dich zur Wüste machen und ihre Einwohner, daß man sie auspfeifen soll, und ihr sollt die Schmach meines Volks tragen.

7Klage über die Verderbnis des Volkes
1Ach, es geht mir wie einem, der Obst pflücken will, der im Weinberge Nachlese hält, da man keine Trauben findet zu essen, und ich wollte doch gerne die besten Früchte haben! 2Psalm 12,2Jesaja 57,1 Die frommen Leute sind weg in diesem Lande, und die Gerechten sind nicht mehr unter den Leuten. Sie lauern alle auf Blut, ein jeder jagt den andern, daß er ihn fange. 3Ihre Hände sind geschäftig, Böses zu tun. Der Fürst und der Richter fordern Geschenke. Die Gewaltigen reden nach ihrem Mutwillen, um Schaden zu tun, und drehen's, wie sie wollen. 4Der Beste unter ihnen ist wie ein Dornstrauch und der Redlichste wie eine Hecke. Aber es kommt der Tag, den deine Späher geschaut haben, da sollst du heimgesucht werden; da werden sie nicht wissen, wo aus noch ein.

5Jeremia 9,3 Niemand glaube seinem Nächsten, niemand verlasse sich auf einen Freund! Bewahre die Tür deines Mundes vor der, die in deinen Armen schläft! 6Denn der Sohn verachtet den Vater, die Tochter widersetzt sich der Mutter, die Schwiegertochter ist wider die Schwiegermutter; und des Menschen Feinde sind seine eigenen Hausgenossen. Matthäus 10,35

7Ich aber will auf den HERRN schauen und harren auf den Gott meines Heils; mein Gott wird mich erhören.

Die Hoffnung der Gemeinde auf Gottes Gnade
8Obadja 1,12 Freue dich nicht über mich, meine Feindin! Wenn ich auch daniederliege, so werde ich wieder aufstehen; und wenn ich auch im Finstern sitze, so Psalm 27,1 ist doch der HERR mein Licht. 9Ich will des HERRN Zorn tragen - denn Jeremia 14,7 ich habe wider ihn gesündigt -, bis er meine Sache führe und mir Recht schaffe. Er wird mich ans Licht bringen, daß ich seine Gnade schaue. 10Meine Feindin wird's sehen müssen und in Schande dastehen, die jetzt zu mir sagt: Psalm 79,10 Wo ist der HERR, dein Gott? Meine Augen werden's sehen, daß sie dann wie Dreck auf der Gasse zertreten wird.

11Es kommt der Tag, da werden deine Mauern gebaut werden, da wird weit werden deine Grenze, 12da werden sie von Assur und von den Städten Ägyptens zu dir kommen, von Ägypten bis an den Euphrat, von einem Meer zum andern, von einem Gebirge zum andern. 13Denn die Erde wird wüst sein ihrer Bewohner wegen, um der Frucht ihrer Werke willen.

14Du aber Micha 5,3 weide dein Volk mit deinem Stabe, die Herde deines Erbteils, die da einsam wohnt im Walde, mitten im fruchtbaren Lande; Jeremia 50,19 laß sie in Baschan und Gilead weiden wie vor alters! 15Laß uns Wunder sehen wie zur Zeit, als du aus Ägyptenland zogst, 16daß die Heiden es sehen und aller ihrer Macht sich schämen sollen und die Hand auf ihren Mund legen und ihre Ohren zuhalten. 17Sie sollen Psalm 72,9 Staub lecken wie die Schlangen, und wie das Gewürm auf Erden sollen sie zitternd hervorkommen aus ihren Burgen. Sie werden sich fürchten vor dem HERRN, unserm Gott, und vor dir sich entsetzen.

18Wo ist Psalm 103,3 solch ein Gott, wie du bist, der die Sünde vergibt und erläßt die Schuld denen, die übriggeblieben sind von seinem Erbteil; der an seinem Zorn nicht ewig festhält, denn er ist barmherzig! 19Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Schuld unter die Füße treten und alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werfen. 20Du wirst Jakob die Treue halten und Abraham Gnade erweisen, 1.Mose 22,16Lukas 1,73 wie du unsern Vätern vorzeiten geschworen hast.