Inhalt Der zweite Brief des Paulus an die Korinther

11Paulus, ein Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, und Timotheus, unser Bruder, an die Gemeinde Gottes in Korinth samt allen Heiligen in ganz Achaja:

2Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus! 3Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Römer 15,5 Gott allen Trostes, 4der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott. 5Denn wie die Psalm 34,20Römer 8,17 Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch Psalm 94,19 reichlich getröstet durch Christus. 62.Korinther 4,8 Haben wir aber Trübsal, so geschieht es euch zu Trost und Heil. Haben wir Trost, so geschieht es zu eurem Trost, der sich wirksam erweist, wenn ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir leiden. 7Und unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: wie ihr an den Leiden teilhabt, so werdet ihr auch am Trost teilhaben.

8Denn wir wollen euch, liebe Brüder, nicht verschweigen die Apostelgeschichte 19,231.Korinther 15,32 Bedrängnis, die uns in der Provinz Asien widerfahren ist, wo wir über die Maßen beschwert waren und über unsere Kraft, so daß wir auch am Leben verzagten 9und es bei uns selbst für beschlossen hielten, wir müßten sterben. Das geschah aber, damit wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst setzten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt, 10der uns aus solcher Todesnot errettet hat und erretten wird. Auf ihn hoffen wir, er werde uns auch hinfort erretten. 11Dazu helft auch ihr durch Philipper 1,19 eure Fürbitte für uns, damit unsertwegen für die Gabe, die uns gegeben ist, durch viele Personen viel Dank dargebracht werde. 12Denn dies ist unser Ruhm: das 2.Korinther 2,17Hebräer 13,18 Zeugnis unseres Gewissens, daß wir in Einfalt und göttlicher Lauterkeit, nicht in 1.Korinther 1,17 fleischlicher Weisheit, sondern in der Gnade Gottes unser Leben in der Welt geführt haben, und das vor allem bei euch. 13Denn wir schreiben euch nichts anderes, als was ihr lest und auch versteht. Ich hoffe aber, ihr werdet es noch völlig verstehen, 14wie ihr uns zum Teil auch schon verstanden habt, nämlich, daß 2.Korinther 5,12 wir euer Ruhm sind, wie auch Philipper 2,16 ihr unser Ruhm seid am Tage unseres Herrn Jesus.

15Und in solchem Vertrauen wollte ich zunächst zu euch kommen, damit ihr abermals eine Wohltat empfinget. 16Von euch aus wollte ich nach Mazedonien reisen, aus Mazedonien wieder zu euch kommen und mich von euch geleiten lassen nach Judäa. 1.Korinther 16,5 17Bin ich etwa leichtfertig gewesen, als ich dies wollte? Oder ist mein Vorhaben fleischlich, so daß das Ja Ja bei mir auch ein Nein Nein ist? 18Gott ist mein Zeuge, daß unser Wort an euch nicht Ja und Nein zugleich ist. 19Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der unter euch durch uns gepredigt worden ist, durch mich und Apostelgeschichte 18,5 Silvanus und Timotheus, der war nicht Ja und Nein, sondern es war Ja in ihm. 20Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zum Lobe. 21Gott ist's aber, der uns fest macht samt euch in Christus und uns 1.Johannes 2,27 gesalbt 22und Epheser 1,13 versiegelt und in unsre Herzen 2.Korinther 5,5Römer 8,16 als Unterpfand den Geist gegeben hat.

23Ich rufe aber Gott zum Zeugen an bei meiner Seele, daß ich euch schonen wollte und darum nicht wieder nach Korinth gekommen bin. 24Nicht daß wir 2.Korinther 4,51.Petrus 5,3 Herren wären über euren Glauben, sondern wir sind Gehilfen eurer Freude; denn ihr steht im Glauben.

21Ich hatte aber dies bei mir beschlossen, daß ich nicht abermals in Traurigkeit zu euch käme. 2.Korinther 12,211.Korinther 4,21 2Denn wenn ich euch traurig mache, wer soll mich dann fröhlich machen? Doch nur der, der von mir betrübt wird. 3Und eben dies habe ich geschrieben, damit ich nicht, wenn ich komme, über die traurig sein müßte, über die ich mich freuen sollte. Habe ich doch zu euch allen das Vertrauen, daß meine Freude euer aller Freude ist. 4Denn ich schrieb euch aus großer Trübsal und Angst des Herzens unter vielen Tränen; nicht, damit ihr betrübt werden sollt, sondern damit ihr die Liebe erkennt, die ich habe besonders zu euch.

Vergebung für ein bestraftes Gemeindeglied
5Wenn aber jemand Betrübnis angerichtet hat, der hat nicht mich betrübt, sondern zum Teil - damit ich nicht zu viel sage - euch alle. 6Es ist aber genug, daß derselbe von den meisten gestraft ist, 7so daß ihr nun ihm desto mehr vergeben und ihn trösten sollt, damit er nicht in allzu große Traurigkeit versinkt. 8Darum ermahne ich euch, daß ihr ihm Liebe erweist. 9Denn darum habe ich auch geschrieben, um eure Bewährung zu erkennen, ob ihr gehorsam seid in allen Stücken. 10Wem aber ihr etwas vergebt, dem vergebe ich auch. Denn auch ich habe, wenn ich etwas zu vergeben hatte, es vergeben um euretwillen Johannes 20,23 vor Christi Angesicht, 11damit wir nicht übervorteilt werden vom Satan; denn uns ist wohl bewußt, Lukas 22,311.Petrus 5,8 was er im Sinn hat.

Die Verkündigung des Evangeliums als Siegeszug Christi
12Als ich aber nach Troas kam, zu predigen das Evangelium Christi, und mir Apostelgeschichte 14,271.Korinther 16,9 eine Tür aufgetan war in dem Herrn, 13da hatte ich keine Ruhe in meinem Geist, weil ich 2.Korinther 7,6 Titus, meinen Bruder, nicht fand; sondern Apostelgeschichte 20,1 ich nahm Abschied von ihnen und fuhr nach Mazedonien.

14Gott aber sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christus und offenbart den Wohlgeruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten! 15Denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die verloren werden: 1.Korinther 1,18 16Lukas 2,34 diesen ein Geruch des Todes zum Tode, jenen aber ein Geruch des Lebens zum Leben. 2.Korinther 3,5 Wer aber ist dazu tüchtig? 17Wir sind ja nicht wie die vielen, die mit dem Wort Gottes Geschäfte machen; sondern wie man 2.Korinther 1,122.Korinther 4,21.Petrus 4,11 aus Lauterkeit und aus Gott reden muß, so reden wir vor Gott in Christus.

3Die Herrlichkeit des Dienstes im neuen Bund
1Fangen wir denn abermals an, 2.Korinther 5,12 uns selbst zu empfehlen? Oder brauchen wir, wie gewisse Leute, Empfehlungsbriefe an euch oder von euch? 2Ihr seid unser Brief, in unser Herz geschrieben, erkannt und gelesen von allen Menschen!a 3Ist doch offenbar geworden, daß ihr ein Brief Christi seid, durch unsern Dienst zubereitet, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf 2.Mose 24,12 steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln, nämlich eure Herzen.

4Solches Vertrauen aber haben wir durch Christus zu Gott. 5Nicht daß wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als von uns selber; sondern 2.Korinther 2,16 daß wir tüchtig sind, ist von Gott, 6der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des Jeremia 31,311.Korinther 11,25 neuen Bundes, nicht des Römer 7,6 Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Johannes 6,63 Geist macht lebendig.

72.Mose 34,29 Wenn aber schon das Amt, das den Tod bringt und das mit Buchstaben in Stein gehauen war, Herrlichkeit hatte, so daß die Israeliten das Angesicht des Mose nicht ansehen konnten wegen der Herrlichkeit auf seinem Angesicht, die doch aufhörte, 8wie sollte nicht viel mehr das Amt, das den Geist gibt, Herrlichkeit haben?a 9Denn wenn das Amt, das zur Verdammnis führt, Herrlichkeit hatte, wieviel mehr hat das Amt, das Römer 1,17Römer 3,21 zur Gerechtigkeit führt, überschwengliche Herrlichkeit. 10Ja, jene Herrlichkeit ist nicht für Herrlichkeit zu achten gegenüber dieser überschwenglichen Herrlichkeit. 11Denn wenn das Herrlichkeit hatte, was aufhört, wieviel mehr wird das Herrlichkeit haben, was bleibt.

12Weil wir nun solche Hoffnung haben, sind wir voll großer Zuversicht 13und tun nicht wie Mose, der eine Decke vor sein Angesicht hängte, damit die Israeliten nicht sehen konnten das Ende der Herrlichkeit, die aufhört. 14Aber Apostelgeschichte 28,27Römer 11,25 ihre Sinne wurden verstockt. Denn bis auf den heutigen Tag bleibt diese Decke unaufgedeckt über dem alten Testament, wenn sie es lesen, weil sie nur in Christus abgetan wird. 15Aber bis auf den heutigen Tag, wenn Mose gelesen wird, hängt die Decke vor ihrem Herzen. 16Wenn Israel aber Römer 11,23 sich bekehrt zu dem Herrn, so 2.Mose 34,34 wird die Decke abgetan. 17Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. 18Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die 2.Korinther 4,6 Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist.

4Das Licht des Evangeliums im Amt des Apostels
1Darum, weil wir dieses Amt haben nach der 1.Korinther 7,25 Barmherzigkeit, die uns widerfahren ist, werden wir nicht müde, 2sondern wir meiden schändliche Heimlichkeit und 2.Korinther 2,171.Thessalonicher 2,5 gehen nicht mit List um, fälschen auch nicht Gottes Wort, sondern durch Offenbarung der Wahrheit empfehlen wir uns dem Gewissen aller Menschen vor Gott. 3Ist nun aber unser Evangelium verdeckt, so ist's denen verdeckt, 1.Korinther 1,18 die verloren werden, 4den Ungläubigen, denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, daß sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist Hebräer 1,3 das Ebenbild Gottes. 5Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus, daß er der Herr ist, 2.Korinther 1,24 wir aber eure Knechte um Jesu willen. 6Denn 1.Mose 1,3 Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen 2.Korinther 3,18 hellen Schein in unsre Herzen gegeben, daß durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.

Leidensgemeinschaft mit Christus
71.Korinther 4,112.Korinther 11,23 Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überschwengliche Kraft von Gott sei und nicht von uns. 8Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. 9Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um. 10Wir 1.Korinther 15,31Galater 6,17 tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, damit auch das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde. 11Denn wir, die wir leben, Römer 8,36 werden immerdar in den Tod gegeben um Jesu willen, Philipper 3,21 damit auch das Leben Jesu offenbar werde an unserm sterblichen Fleisch. 12So ist nun der Tod mächtig in uns, aber das Leben in euch. 13Weil wir aber denselben Geist des Glaubens haben, wie geschrieben steht (Psalm 116,10): „Ich glaube, darum rede ich“, so glauben wir auch, darum reden wir auch; 14denn wir wissen, daß der, der den Herrn Jesus auferweckt hat, wird uns auch auferwecken mit Jesus und wird uns vor sich stellen samt euch. 1.Korinther 6,14 15Denn 2.Korinther 1,6 es geschieht alles um euretwillen, damit die überschwengliche Gnade durch die Danksagung vieler noch reicher werde zur Ehre Gottes.

16Darum werden wir nicht müde; sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch Epheser 3,16 der innere von Tag zu Tag erneuert. 17Denn unsre Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, Römer 8,171.Petrus 1,6 18uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern Hebräer 11,1 auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.

5Sehnsucht nach der himmlischen Heimat
1Denn wir wissen: wenn unser irdisches Haus, diese 2.Petrus 1,14 Hütte, abgebrochen wird, so haben wir einen Bau, von Gott erbaut, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist im Himmel. 2Denn darum seufzen wir auch und sehnen uns danach, daß wir mit unserer Behausung, die vom Himmel ist, überkleidet werden, 3weil wir dann bekleidet und nicht nackt befunden werden. 4Denn solange wir in dieser Hütte sind, seufzen wir und sind beschwert, weil wir lieber nicht entkleidet, sondern 1.Korinther 15,51 überkleidet werden wollen, damit das Sterbliche verschlungen werde von dem Leben. 5Der uns aber dazu bereitet hat, das ist Gott, der uns 2.Korinther 1,22Römer 8,16Epheser 1,13 als Unterpfand den Geist gegeben hat. 6So sind wir denn allezeit getrost und wissen: solange wir im Leibe wohnen, Hebräer 11,13 weilen wir fern von dem Herrn; 7denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen. Römer 8,241.Petrus 1,8 8Wir sind aber getrost und haben vielmehr Lust, den Leib zu verlassen und daheim zu sein bei dem Herrn. Philipper 1,23 9Darum setzen wir auch unsre Ehre darein, ob wir daheim sind oder in der Fremde, daß wir ihm wohlgefallen. 10Denn Apostelgeschichte 17,31Römer 2,16Römer 14,10 wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit Johannes 5,29Epheser 6,8 jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse.

Botschafter der Versöhnung
11Weil wir nun wissen, daß der Herr zu fürchten ist, suchen wir Menschen zu gewinnen; aber vor Gott sind wir offenbar. Ich hoffe aber, daß wir auch vor eurem Gewissen offenbar sind. 12Damit 2.Korinther 3,12.Korinther 10,12 empfehlen wir uns nicht abermals bei euch, sondern geben euch Anlaß, euch unser zu rühmen, damit ihr antworten könnt denen, die sich des Äußeren rühmen und nicht des Herzens. 13Denn wenn wir außer uns waren, so war es für Gott; sind wir aber besonnen, so sind wir's für euch. 14Denn die Liebe Christi drängt uns, zumal wir überzeugt sind, daß, wenn einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben. 15Und er ist darum für alle gestorben, damit, die da leben, hinfort Römer 14,7 nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist.

16Darum kennen wir von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch; und auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt so nicht mehr. 17Darum: Römer 8,10Galater 2,20Galater 6,15 Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Offenbarung 21,5 Neues ist geworden. 18Aber das alles von Gott, der uns Römer 5,10 mit sich selber versöhnt hat durch Christus und uns das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt. 19Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. Römer 3,24Kolosser 1,19 20So sind wir nun Lukas 10,16 Botschafter an Christi Statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi Statt: Laßt euch versöhnen mit Gott! 21Denn er hat den, der Johannes 8,46 von keiner Sünde wußte, Jesaja 53,4Galater 3,13 für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Römer 1,171.Korinther 1,30 Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.

6Die Bewährung des Apostels in seinem Dienst
1Als 2.Korinther 1,24 Mitarbeiter aber ermahnen wir euch, daß ihr die Gnade Gottes nicht vergeblich empfangt. 2Denn er spricht (Jesaja 49,8): „Ich habe dich zur Zeit der Gnade erhört und habe dir am Tage des Heils geholfen.“ Siehe, Lukas 4,19 jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils! 3Und wir geben in nichts irgendeinen Anstoß, damit unser Amt nicht verlästert werde; 4sondern in allem erweisen wir uns als Diener Gottes: in großer Geduld, in Trübsalen, in Nöten, in Ängsten, 5in Schlägen, in Gefängnissen, in Verfolgungen, in Mühen, im Wachen, im Fasten, 2.Korinther 11,231.Korinther 4,11 6in 1.Timotheus 4,12 Lauterkeit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, im heiligen Geist, in ungefärbter Liebe, 7in dem 2.Korinther 4,2 Wort der Wahrheit, in der 1.Korinther 2,4 Kraft Gottes, mit den Epheser 6,14 Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken, 8in Ehre und Schande; in bösen Gerüchten und guten Gerüchten, als Verführer und doch wahrhaftig; 9als die Unbekannten, und doch bekannt; als die 2.Korinther 4,10 Sterbenden und siehe, wir leben; als die Psalm 118,18Apostelgeschichte 14,19 Gezüchtigten, und doch nicht getötet; 10als die Traurigen, aber allezeit fröhlich; Philipper 4,12 als die Armen, aber die doch viele reich machen; als die nichts haben, und doch alles haben.

Werbung um die Gemeinde und Warnung vor Götzendienst
11O ihr Korinther, unser Mund hat sich euch gegenüber aufgetan, unser Herz ist weit geworden. 12Eng ist nicht der Raum, den ihr in uns habt; eng aber ist's in euren Herzen. 13Ich rede mit euch als 1.Korinther 4,14 mit meinen Kindern; stellt euch doch zu mir auch so, und macht auch ihr euer Herz weit.

14Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Epheser 5,11 Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? 15Wie stimmt Christus überein mit Beliar? Oder was für ein Teil hat der Gläubige mit dem Ungläubigen? 16Was hat der Tempel Gottes gemein mit den Götzen? 1.Korinther 3,16 Wir aber sind der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott spricht (3. Mose 26,11.12; Hesekiel 37,27): „Ich will unter ihnen wohnen und wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.“ 17Darum Offenbarung 18,4 „geht aus von ihnen und sondert euch ab“, spricht der Herr; „und rührt nichts Unreines an, so will ich euch annehmen 18und euer Vater sein, und ihr sollt Jesaja 43,6Hosea 2,1 meine Söhne und Töchter sein“, spricht der allmächtige Herr (Jesaja 52,11; Hesekiel 20,41; 2. Samuel 7,14).

71Weil wir nun solche Verheißungen haben, meine Lieben, so laßt uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes.

2Gebt uns Raum in euren Herzen! Wir haben niemand Unrecht getan, wir haben niemand verletzt, 2.Korinther 12,17Apostelgeschichte 20,33 wir haben niemand übervorteilt. 3Nicht sage ich das, um euch zu verurteilen; denn ich habe schon zuvor gesagt, daß ihr in unserm Herzen seid, mitzusterben und mitzuleben. 2.Korinther 6,11Römer 6,8 4Ich rede mit großer Zuversicht zu euch; ich rühme viel von euch; ich bin erfüllt mit Trost; ich habe überschwengliche Freude in aller unsrer Bedrängnis.

Die Freude des Paulus über die Reue der Gemeinde
5Denn als wir nach Apostelgeschichte 20,1 Mazedonien kamen, fanden wir keine Ruhe; sondern von allen Seiten 2.Korinther 4,8 waren wir bedrängt, von außen mit Streit, von innen mit Furcht. 6Aber Gott, der die Geringen tröstet, der tröstete uns durch die Ankunft des 2.Korinther 2,13 Titus; 7nicht allein aber durch seine Ankunft, sondern auch durch den Trost, mit dem er bei euch getröstet worden war. Er berichtete uns von eurem Verlangen, eurem Weinen, eurem Eifer für mich, so daß ich mich noch mehr freute.

8Denn wenn ich euch auch durch den Brief traurig gemacht habe, reut es mich nicht. Und wenn es mich reute - ich sehe ja, daß jener Brief euch wohl eine Weile betrübt hat -, 2.Korinther 2,4 9so freue ich mich doch jetzt nicht darüber, daß ihr betrübt worden seid, sondern darüber, daß ihr betrübt worden seid zur Reue. Denn ihr seid betrübt worden nach Gottes Willen, so daß ihr von uns keinen Schaden erlitten habt. 10Denn Matthäus 26,75Lukas 15,17 die Traurigkeit nach Gottes Willen wirkt zur Seligkeit eine Reue, die niemanden reut; Matthäus 27,3 die Traurigkeit der Welt aber wirkt den Tod. 11Siehe: eben dies, daß ihr betrübt worden seid nach Gottes Willen, welches Mühen hat das in euch gewirkt, dazu Verteidigung, Unwillen, Furcht, Verlangen, Eifer, Bestrafung! Ihr habt in allen Stücken bewiesen, daß ihr rein seid in dieser Sache. 12Darum, wenn ich euch auch geschrieben habe, so ist's doch nicht geschehen um dessentwillen, der beleidigt hat, auch nicht um dessentwillen, der beleidigt worden ist, sondern damit euer Mühen für uns offenbar werde bei euch vor Gott. 13Dadurch sind wir getröstet worden.

14Außer diesem unserm Trost aber haben wir uns noch überschwenglicher gefreut über die Freude des Titus; denn sein Geist ist erquickt worden von euch allen.Denn was ich vor ihm von euch gerühmt habe, darin bin ich nicht zuschanden geworden; sondern wie alles wahr ist, was wir mit euch geredet haben, so hat sich auch unser Rühmen vor Titus als wahr erwiesen. 15Und er ist überaus herzlich gegen euch gesinnt, wenn er an den Gehorsam von euch allen denkt, wie ihr ihn mit Furcht und Zittern aufgenommen habt. 16Ich freue mich, daß ich mich in allem auf euch verlassen kann.

8Die Geldsammlung für die Gemeinde in Jerusalem
1Wir tun euch aber kund, liebe Brüder, die Gnade Gottes, die in den Gemeinden Mazedoniens gegeben ist. Römer 15,26 2Denn ihre Freude war überschwenglich, als sie durch viel Bedrängnis bewährt wurden, und obwohl sie sehr arm sind, haben sie doch reichlich gegeben in aller Einfalt. 3Denn nach Kräften, das bezeuge ich, und sogar über ihre Kräfte haben sie willig gegeben 4und haben uns mit vielem Zureden gebeten, daß sie mithelfen dürften an der Wohltat und der Gemeinschaft des Apostelgeschichte 11,29 Dienstes für die Heiligen; 5und das nicht nur, wie wir hofften, sondern sie gaben sich selbst, zuerst dem Herrn und danach uns, nach dem Willen Gottes. 6So haben wir Titus zugeredet, daß er, wie er zuvor angefangen hatte, nun auch diese Wohltat unter euch vollends ausrichte.

7Wie ihr aber 1.Korinther 1,5 in allen Stücken reich seid, im Glauben und im Wort und in der Erkenntnis und in allem Eifer und in der Liebe, die wir in euch erweckt haben, so 1.Korinther 16,1 gebt auch reichlich bei dieser Wohltat. 8Nicht sage ich das als Befehl; sondern weil andere so eifrig sind, prüfe ich auch eure Liebe, ob sie rechter Art sei. 9Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: obwohl er reich ist, wurde er doch Matthäus 8,20Philipper 2,7 arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet. 10Und darin sage ich meine Meinung; denn das ist euch nützlich, die ihr seit vorigem Jahr angefangen habt nicht allein mit dem Tun, sondern auch mit dem Wollen. 11Nun aber vollbringt auch das Tun, damit, wie ihr geneigt seid zu wollen, ihr auch geneigt seid zu vollbringen nach dem Maß dessen, was ihr habt. 12Denn wenn der gute Wille da ist, so ist er willkommen nach dem, was einer hat, nicht nach dem, was er nicht hat. Sprüche 3,27Markus 12,43 13Nicht, daß die andern gute Tage haben sollen und ihr Not leidet, sondern daß es zu einem Ausgleich komme. 14Jetzt helfe euer Überfluß ihrem Mangel ab, damit danach auch ihr Überfluß eurem Mangel abhelfe und so ein Ausgleich geschehe, 15wie geschrieben steht (2. Mose 16,18): „Wer viel sammelte, hatte keinen Überfluß, und wer wenig sammelte, hatte keinen Mangel.“

16Gott aber sei Dank, der dem Titus solchen Eifer für euch ins Herz gegeben hat. 17Denn 2.Korinther 8,62.Korinther 7,7 er ließ sich gerne zureden; ja, weil er so sehr eifrig war, ist er von selber zu euch gereist. 18Wir haben aber 2.Korinther 12,18 den Bruder mit ihm gesandt, dessen Lob wegen seines Dienstes am Evangelium durch alle Gemeinden geht. 19Nicht allein aber das, sondern er ist auch von den Gemeinden dazu eingesetzt, uns zu begleiten, Galater 2,10 wenn wir diese Gabe überbringen dem Herrn zur Ehre und zum Erweis unsres guten Willens. 20So verhüten wir, daß uns jemand übel nachredet wegen dieser reichen Gabe, die durch uns überbracht wird. 21Denn wir sehen darauf, daß es redlich zugehe nicht allein vor dem Herrn, sondern auch vor den Menschen. 22Auch haben wir mit ihnen unsern Bruder gesandt, dessen Eifer wir oft in vielen Stücken erprobt haben, nun aber ist er noch viel eifriger aus großem Vertrauen zu euch. 23Es sei nun 2.Korinther 7,132.Korinther 12,18 Titus, der mein Gefährte und mein Mitarbeiter unter euch ist, oder es seien unsere Brüder, die Abgesandte der Gemeinden sind und eine Ehre Christi: 24erbringt den Beweis eurer Liebe und zeigt, daß wir euch zu Recht vor ihnen 2.Korinther 7,14 gerühmt haben öffentlich vor den Gemeinden.

9Der Segen der Geldsammlung
1Von dem Dienst, der für die Heiligen geschieht, brauche ich euch nicht zu schreiben. 2Denn ich weiß von eurem 2.Korinther 8,19 guten Willen, den ich an euch rühme bei denen aus Mazedonien, wenn ich sage: Achaja ist schon voriges Jahr bereit gewesen! Und euer Beispiel hat die meisten angespornt. 3Ich habe aber die Brüder gesandt, damit nicht unser Rühmen über euch zunichte werde in diesem Stück, und damit ihr vorbereitet seid, wie ich von euch gesagt habe, 4daß nicht, wenn die aus Mazedonien mit mir kommen und euch nicht vorbereitet finden, wir, um nicht zu sagen: ihr, zuschanden werden mit dieser unsrer Zuversicht. 5So habe ich es nun für nötig angesehen, die Brüder zu ermahnen, daß sie voranzögen zu euch, um die von euch angekündigte Segensgabe vorher fertig zu machen, so daß sie bereitliegt als eine Gabe des Segens und nicht des Geizes.

6Ich meine aber dies: Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen. Sprüche 11,24Sprüche 19,17 7Ein jeder, wie er's sich im Herzen vorgenommen hat, Römer 12,8 nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. 8Gott aber kann machen, daß alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch reich seid zu jedem guten Werk; 9wie geschrieben steht (Psalm 112,9): „Er hat ausgestreut und den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit.“ 10Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit. Hosea 10,12 11So werdet ihr reich sein in allen Dingen, zu geben in aller Einfalt, die durch uns wirkt Danksagung an Gott. 12Denn der Dienst dieser Sammlung hilft nicht allein dem Mangel der Heiligen ab, sondern wirkt auch überschwenglich darin, daß viele Gott danken. 13Denn für diesen treuen Dienst preisen sie Gott über eurem Gehorsam im Bekenntnis zum Evangelium Christi und über der Einfalt eurer Gemeinschaft mit ihnen und allen. 14Und in ihrem Gebet für euch sehnen sie sich nach euch wegen der überschwenglichen Gnade Gottes bei euch. 15Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!

10Verteidigung des Apostels gegen persönliche Angriffe
1Ich selbst aber, Paulus, ermahne euch bei der Sanftmut und Güte Christi, der ich in eurer Gegenwart unterwürfig sein soll, aber mutig, wenn ich fern von euch bin. 2Ich bitte aber, daß ihr mich nicht zwingt, wenn ich bei euch bin, mutig zu sein und 2.Korinther 13,11.Korinther 4,21 die Kühnheit zu gebrauchen, mit der ich gegen einige vorzugehen gedenke, die unsern Wandel für fleischlich halten. 3Denn obwohl wir im Fleisch leben, kämpfen wir doch nicht auf fleischliche Weise. 4Denn die Epheser 6,13 Waffen unsres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören. 5Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus. 6So sind wir bereit, zu strafen allen Ungehorsam, sobald euer Gehorsam vollkommen geworden ist.

7Seht, was vor Augen liegt! Verläßt sich jemand darauf, daß er Christus angehört, der bedenke wiederum auch dies bei sich, daß, wie er Christus angehört, so auch wir! 8Auch wenn ich mich noch mehr 2.Korinther 13,101.Korinther 5,4 der Vollmacht rühmen würde, die uns der Herr gegeben hat, euch zu erbauen, und nicht euch zu zerstören, so würde ich nicht zuschanden werden. 9Das sage ich aber, damit es nicht scheint, als hätte ich euch mit den Briefen schrecken wollen. 10Denn seine Briefe, sagen sie, wiegen schwer und sind stark; aber wenn er selbst anwesend ist, ist er schwach und seine Rede kläglich. 11Wer so redet, der bedenke: wie wir aus der Ferne in den Worten unsrer Briefe sind, so werden wir, wenn wir anwesend sind, auch mit der Tat sein. 2.Korinther 13,2

Der Maßstab für die Beurteilung des Apostels
12Denn wir wagen nicht, uns unter die zu rechnen oder mit denen zu vergleichen, die 2.Korinther 3,12.Korinther 5,12 sich selbst empfehlen; aber weil sie sich nur an sich selbst messen und mit sich selbst vergleichen, verstehen sie nichts. 13Römer 15,20 Wir aber wollen uns Römer 12,3Galater 2,7 nicht über alles Maß hinaus rühmen, sondern nur nach dem Maß, das uns Gott zugemessen hat, nämlich daß wir auch bis zu euch gelangen sollten. 14Denn es ist nicht so, daß wir uns zuviel anmaßen, als wären wir nicht bis zu euch gelangt; denn wir sind ja mit dem Evangelium Christi bis zu euch gekommen 15und rühmen uns nicht über alles Maß hinaus mit dem, was andere gearbeitet haben. Wir haben aber die Hoffnung, daß wir, wenn euer Glaube in euch wächst, nach dem Maß, das uns zugemessen ist, überschwenglich zu Ehren kommen. 16Denn wir wollen das Evangelium auch denen predigen, die jenseits von euch wohnen, und rühmen uns nicht mit dem, was andere nach ihrem Maß vollbracht haben. „ 17Wer sich aber rühmt, der rühme sich des Herrn“ (Jeremia 9,22.23). 1.Korinther 1,31 18Denn nicht der ist tüchtig, der sich selbst empfiehlt, sondern der, 1.Korinther 4,5 den der Herr empfiehlt.

11Paulus und die falschen Apostel
1Wollte Gott, ihr hieltet mir ein wenig Torheit zugut! Doch ihr haltet mir's wohl zugut. 2Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch verlobt mit einem einzigen Mann, damit ich Christus Epheser 5,26 eine reine Jungfrau zuführte. 3Ich fürchte aber, daß, wie 1.Mose 3,4 die Schlange Eva verführte mit ihrer List, so auch eure Gedanken abgewendet werden von der Einfalt und Lauterkeit gegenüber Christus. 4Denn wenn einer zu euch kommt und Galater 1,8 einen andern Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen andern Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertragt ihr das recht gern! 5Ich meine doch, ich sei nicht weniger als die Überapostel. 2.Korinther 12,111.Korinther 15,10 6Und wenn ich schon 1.Korinther 2,1 ungeschickt bin in der Rede, so Epheser 3,4 bin ich's doch nicht in der Erkenntnis; sondern in jeder Weise und vor allen haben wir sie bei euch kundgetan.

7Oder habe ich gesündigt, als ich mich erniedrigt habe, damit ihr erhöht würdet? Denn 2.Korinther 12,13Matthäus 10,81.Korinther 9,12 ich habe euch das Evangelium Gottes ohne Entgelt verkündigt. 8Andere Gemeinden habe ich beraubt und Geld von ihnen genommen, um euch dienen zu können. Philipper 4,10 9Und als ich bei euch war und Mangel hatte, fiel ich niemandem zur Last. Denn meinem Mangel halfen die Brüder ab, die aus Mazedonien kamen. So bin ich euch in keiner Weise zur Last gefallen und will es auch weiterhin so halten. 10So gewiß die Wahrheit Christi in mir ist, so soll mir dieser Ruhm im Gebiet von Achaja nicht verwehrt werden. 11Warum das? Weil ich euch nicht lieb habe? Gott weiß es. 12Was ich aber tue, das will ich auch weiterhin tun und denen den Anlaß nehmen, die einen Anlaß suchen, sich zu rühmen, sie seien wie wir. 13Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter und verstellen sich als Apostel Christi. 2.Korinther 2,17 14Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts. 15Darum ist es nichts Großes, wenn sich auch seine Diener verstellen als Diener der Gerechtigkeit; deren Ende wird sein nach ihren Werken.

Die Leiden und Mühen des Apostels
16Ich sage abermals: niemand halte mich für töricht; wenn aber doch, so nehmt mich an als einen Törichten, damit auch ich mich ein wenig rühme. 2.Korinther 12,6 17Was ich jetzt rede, das rede ich nicht dem Herrn gemäß, sondern wie in Torheit, weil wir so ins Rühmen gekommen sind. 18Da viele sich rühmen nach dem Fleisch, will ich mich auch rühmen. 19Denn ihr ertragt gerne die 1.Korinther 4,10 Narren, ihr, die ihr klug seid! 20Ihr ertragt es, wenn euch jemand knechtet, wenn euch jemand ausnützt, wenn euch jemand gefangennimmt, wenn euch jemand erniedrigt, wenn euch jemand ins Gesicht schlägt. 21Zu meiner Schande muß ich sagen, dazu waren wir zu schwach!

22Wo einer kühn ist - ich rede in Torheit -, da bin ich auch kühn.Sie sind Hebräer - ich auch! Sie sind Israeliten - ich auch! Sie sind Abrahams Kinder - ich auch!a 23Sie sind Diener Christi - ich rede töricht: ich bin's weit mehr! 1.Korinther 15,10 Ich habe mehr gearbeitet, ich bin 2.Korinther 6,4 öfter gefangen gewesen, ich habe mehr Schläge erlitten, ich bin oft in Todesnöten gewesen. 24Von den Juden habe ich fünfmal erhalten 5.Mose 25,3 vierzig Geißelhiebe weniger einen; 25ich bin dreimal Apostelgeschichte 16,22 mit Stöcken geschlagen, einmal Apostelgeschichte 14,19 gesteinigt worden; dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, einen Tag und eine Nacht trieb ich auf dem tiefen Meer. 26Ich bin oft gereist, ich bin in Gefahr gewesen durch Flüsse, in Gefahr unter Räubern, in Gefahr unter Juden, in Gefahr unter Heiden, in Gefahr in Städten, in Gefahr in Wüsten, in Gefahr auf dem Meer, in Gefahr unter falschen Brüdern; 27in Mühe und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durst, in viel Fasten, in Frost und Blöße; 2.Korinther 6,5 28und außer all dem noch das, was täglich auf mich einstürmt, und Apostelgeschichte 20,18 die Sorge für alle Gemeinden. 29Wer ist schwach, und ich werde nicht schwach? Wer wird zu Fall gebracht, und ich brenne nicht?

30Wenn ich mich denn rühmen soll, 2.Korinther 12,5 will ich mich meiner Schwachheit rühmen. 31Gott, der Vater des Herrn Jesus, der gelobt sei in Ewigkeit, weiß, daß ich nicht lüge. 32In Damaskus bewachte der Statthalter des Königs Aretas die Stadt der Damaszener und wollte mich gefangennehmen, 33und ich wurde in einem Korb durch ein Fenster die Mauer hinuntergelassen und entrann seinen Händen. Apostelgeschichte 9,24

12Die Offenbarungen des Herrn und die Schwachheit des Apostels
1Gerühmt muß werden; wenn es auch nichts nützt, so will ich doch kommen auf die Erscheinungen und Offenbarungen des Herrn. 2Ich kenne einen Menschen in Christus; vor vierzehn Jahren - ist er im Leib gewesen? ich weiß es nicht; oder ist er außer dem Leib gewesen? ich weiß es auch nicht; Gott weiß es -, da wurde derselbe entrückt bis in den dritten Himmel. 3Und ich kenne denselben Menschen - ob er im Leib oder außer dem Leib gewesen ist, weiß ich nicht; Gott weiß es -, 4der wurde entrückt in das Paradies und hörte unaussprechliche Worte, die kein Mensch sagen kann. 5Für denselben will ich mich rühmen; für mich selbst aber will ich mich nicht rühmen, 2.Korinther 11,30 außer meiner Schwachheit. 62.Korinther 10,8 Und wenn ich mich rühmen wollte, wäre ich nicht töricht; denn ich würde die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber dessen, damit nicht jemand mich höher achte, als er an mir sieht oder von mir hört. 7Und damit ich mich wegen der hohen Offenbarungen nicht überhebe, ist mir gegeben ein Pfahl ins Fleisch, nämlich des Satans Engel, der mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe. 8Seinetwegen habe ich dreimal zum Herrn gefleht, daß er von mir weiche. 9Und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne. 10Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Mißhandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten, um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark. Philipper 4,13

Das Ringen des Apostels um seine Gemeinde
11Ich bin ein Narr geworden! Dazu habt ihr mich gezwungen. Denn ich sollte von euch gelobt werden, da ich doch 2.Korinther 11,5 nicht weniger bin als die Überapostel, obwohl ich nichts bin. 12Denn es sind ja die Zeichen eines Apostels unter euch geschehen in aller Geduld, mit Zeichen und mit Wundern und mit Taten. Römer 15,19Hebräer 2,4 13Was ist's, worin ihr zu kurz gekommen seid gegenüber den andern Gemeinden, außer 2.Korinther 11,7 daß ich euch nicht zur Last gefallen bin? Vergebt mir dieses Unrecht! 14Siehe, ich bin jetzt bereit, zum dritten Mal zu euch zu kommen, und will euch nicht zur Last fallen; denn ich suche nicht das Eure, sondern euch. Denn es sollen nicht die Kinder den Eltern Schätze sammeln, sondern die Eltern den Kindern. 15Ich aber will gern hingeben und Philipper 2,17 hingegeben werden für eure Seelen. Wenn ich euch mehr liebe, soll ich darum weniger geliebt werden?

16Nun gut, ich bin euch nicht zur Last gefallen. Aber bin ich etwa heimtückisch und habe euch mit Hinterlist gefangen? 17Habe ich euch etwa übervorteilt durch einen von denen, die ich zu euch gesandt habe? 182.Korinther 8,6 Ich habe Titus zugeredet und den Bruder mit ihm gesandt. Hat euch etwa Titus übervorteilt? Haben wir nicht beide in demselben Geist gehandelt? Sind wir nicht in denselben Fußtapfen gegangen?

19Schon lange werdet ihr denken, daß wir uns vor euch verteidigen. Wir reden jedoch in Christus vor Gott! Aber das alles geschieht, meine Lieben, zu eurer Erbauung. 20Denn ich fürchte, 2.Korinther 10,2 wenn ich komme, finde ich euch nicht, wie ich will, und ihr findet mich auch nicht, wie ihr wollt, sondern es gibt Hader, Neid, Zorn, Zank, üble Nachrede, Verleumdung, Aufgeblasenheit, Unordnung. 21Ich fürchte, wenn ich abermals komme, wird mein Gott mich demütigen bei euch, und ich muß Leid tragen über viele, die 2.Korinther 13,2 zuvor gesündigt und nicht Buße getan haben für die Unreinheit und Unzucht und Ausschweifung, die sie getrieben haben.

13Mahnungen vor dem dritten Besuch
1Jetzt komme ich zum dritten Mal zu euch. Matthäus 18,16 „Durch zweier oder dreier Zeugen Mund soll jede Sache bestätigt werden.“ (5. Mose 19,15) 2Ich habe es vorausgesagt und sage es abermals voraus - wie bei meinem zweiten Besuch, so auch nun aus der Ferne - denen, die zuvor gesündigt haben, und den andern allen: Wenn ich noch einmal komme, dann will ich nicht schonen. 3Ihr verlangt ja einen Beweis dafür, daß Christus in mir redet, der euch gegenüber nicht schwach ist, sondern ist mächtig unter euch. 4Denn wenn er auch gekreuzigt worden ist in Schwachheit, so lebt er doch in der Kraft Gottes. Und wenn wir auch schwach sind in ihm, so werden wir uns doch mit ihm lebendig erweisen an euch in der Kraft Gottes.

5Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; prüft euch selbst! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, daß Jesus Christus in euch ist? Wenn nicht, dann wärt ihr ja untüchtig. 6Ich hoffe aber, ihr werdet erkennen, daß wir nicht untüchtig sind. 7Wir bitten aber Gott, daß ihr nichts Böses tut; nicht damit wir als tüchtig angesehen werden, sondern damit ihr das Gute tut und wir wie die Untüchtigen seien. 8Denn wir vermögen nichts wider die Wahrheit, sondern nur etwas für die Wahrheit. 9Wir freuen uns ja, wenn wir schwach sind und ihr mächtig seid. Um dies beten wir auch, um eure Vollkommenheit. 10Deshalb schreibe ich auch dies aus der Ferne, 2.Korinther 10,11 damit ich nicht, wenn ich anwesend bin, Strenge gebrauchen muß nach der 2.Korinther 10,8 Vollmacht, die mir der Herr gegeben hat, zu erbauen, nicht zu zerstören.

11Zuletzt, liebe Brüder, Philipper 4,4 freut euch, laßt euch zurechtbringen, laßt euch mahnen, habt einerlei Sinn, haltet Frieden! So Römer 15,33 wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein. 12Grüßt euch untereinander mit dem heiligen Kuß. Es grüßen euch alle Heiligen. 13Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen!