Inhalt Der erste Brief des Paulus an die Korinther

11Paulus, berufen zum Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, und Sosthenes, unser Bruder, 2an die Gemeinde Gottes in Korinth, an die 1.Korinther 6,11 Geheiligten in Christus Jesus, die berufenen Heiligen samt allen, die Apostelgeschichte 9,14Apostelgeschichte 18,1 den Namen unsres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, bei ihnen und bei uns:

3Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus! 4Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christus Jesus, 5daß ihr durch ihn in allen Stücken reich gemacht seid, in aller Lehre und in aller Erkenntnis. 6Denn die Predigt von Christus ist in euch kräftig geworden, 7so daß ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und Titus 2,132.Petrus 3,13 wartet nur auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus. 8Der wird euch auch Philipper 1,6 fest erhalten bis ans Ende, daß ihr 1.Thessalonicher 3,13 untadelig seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus. 9Denn 1.Thessalonicher 5,24 Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn. 10Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, daß ihr alle mit einer Stimme redet und laßt keine 1.Korinther 11,18 Spaltungen unter euch sein, sondern haltet aneinander fest Römer 15,5Philipper 2,2 in einem Sinn und in einer Meinung. 11Denn es ist mir bekannt geworden über euch, liebe Brüder, durch die Leute der Chloë, daß Streit unter euch ist. 12Ich meine aber dies, daß unter euch der eine sagt: 1.Korinther 3,4 Ich gehöre zu Paulus, der andere: Ich zu Apostelgeschichte 18,24 Apollos, der dritte: Ich zu Johannes 1,42 Kephas, der vierte: Ich zu Christus. 13Wie? Ist Christus etwa zerteilt? Ist denn Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft? 14Ich danke Gott, daß ich niemand unter euch getauft habe außer Apostelgeschichte 18,8 Krispus und Römer 16,23 Gajus, 15damit nicht jemand sagen kann, ihr wäret auf meinen Namen getauft. 16Ich habe aber auch 1.Korinther 16,15 Stephanas und sein Haus getauft; sonst weiß ich nicht, ob ich noch jemand getauft habe. 17Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu predigen - nicht mit klugen Worten, damit nicht das Kreuz Christi zunichte werde. 18Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, 2.Korinther 4,3 die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist's Römer 1,16 eine Gotteskraft. 19Denn es steht geschrieben (Jesaja 29,14): „Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.“ 20Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen dieser Welt? Matthäus 11,25Römer 1,22 Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? 21Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben. 22Denn Matthäus 12,38Johannes 4,48 die Juden fordern Zeichen, und Apostelgeschichte 17,18 die Griechen fragen nach Weisheit, 23wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit; 24denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Kolosser 2,3 Gottes Weisheit. 25Denn die Torheit Gottes ist weiser, als die Menschen sind, und die Schwachheit Gottes ist stärker, als die Menschen sind.

26Seht doch, liebe Brüder, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind berufen. Johannes 7,48Jakobus 2,1 27Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; 28und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist, 29damit sich kein Mensch vor Gott rühme. Römer 3,27Epheser 2,9 30Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Jeremia 23,52.Korinther 5,21 Gerechtigkeit und zur Johannes 17,19 Heiligung und zur Matthäus 20,28 Erlösung, 31damit, wie geschrieben steht (Jeremia 9,22.23): 2.Korinther 10,17 „Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!“

2Die Predigt des Apostels vom Gekreuzigten
1Auch ich, liebe Brüder, als ich zu euch kam, kam ich nicht mit hohen Worten und hoher Weisheit, euch das Geheimnis Gottes zu verkündigen. 2Denn ich hielt es für richtig, unter euch nichts zu wissen als allein Jesus Christus, den Gekreuzigten. Galater 6,14 3Und ich war bei euch Galater 4,13 in Schwachheit und Apostelgeschichte 18,92.Korinther 10,1 in Furcht und mit großem Zittern; 4und mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern Matthäus 10,20 in Erweisung des Geistes und der Kraft, 5damit euer Glaube nicht stehe auf Menschenweisheit, sondern auf 1.Thessalonicher 1,5 Gottes Kraft.

Von der Weisheit Gottes
6Wovon wir aber reden, das ist dennoch Weisheit bei den Vollkommenen; nicht eine Weisheit dieser Welt, auch nicht der Herrscher dieser Welt, die vergehen. 7Sondern wir reden von der Weisheit Gottes, die Matthäus 11,25Römer 16,25 im Geheimnis verborgen ist, die Gott vorherbestimmt hat vor aller Zeit zu unserer Herrlichkeit, 8die keiner von den Herrschern dieser Welt erkannt hat; denn wenn sie die erkannt hätten, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. 9Sondern es ist gekommen, wie geschrieben steht (Jesaja 64,3): „Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.“ 10Uns aber Matthäus 13,11Kolosser 1,26 hat es Gott offenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit. 11Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als allein der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als allein der Geist Gottes. 12Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern Johannes 14,16 den Geist aus Gott, daß wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist. 13Und davon reden wir auch nicht mit Worten, wie sie menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt, und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen. 14Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine 1.Korinther 1,23Johannes 8,47 Torheit, und er kann es nicht erkennen; denn es muß geistlich beurteilt werden. 15Der geistliche Mensch aber beurteilt alles und wird doch selber von niemandem beurteilt. 16Denn Römer 11,34 „wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer will ihn unterweisen“ (Jesaja 40,13)? Wir aber haben Christi Sinn.

3Unmündigkeit der Korinther
1Und ich, liebe Brüder, konnte nicht zu euch reden wie zu geistlichen Menschen, sondern wie zu fleischlichen, Johannes 16,12 wie zu unmündigen Kindern in Christus. 21.Petrus 2,2 Milch habe ich euch zu trinken gegeben und nicht feste Speise; denn ihr konntet sie noch nicht vertragen. Auch jetzt könnt ihr's noch nicht, 3weil ihr noch fleischlich seid. Denn 1.Korinther 1,101.Korinther 11,18 wenn Eifersucht und Zank unter euch sind, seid ihr da nicht fleischlich und lebt nach Menschenweise? 4Denn wenn der eine sagt: Ich gehöre zu Paulus, der andere aber: Ich zu Apollos -, ist das nicht nach Menschenweise geredet?a

Mitarbeiter Gottes
5Wer ist nun Apollos? Wer ist Paulus? Diener sind sie, durch die ihr gläubig geworden seid, und das, wie es der Herr einem jeden gegeben hat: 6Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen; aber Gott hat das Gedeihen gegeben. 7So ist nun weder der pflanzt noch der begießt etwas, sondern Gott, der das Gedeihen gibt. 8Der aber pflanzt und der begießt, sind einer wie der andere. Jeder aber wird seinen Lohn empfangen nach seiner Arbeit.

9Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld und Gottes Epheser 2,20 Bau. 10Ich nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe den Grund gelegt als ein weiser Baumeister; ein anderer baut darauf. Ein jeder aber sehe zu, wie er darauf baut. 11Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. 1.Petrus 2,4 12Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, 13so wird das Werk eines jeden offenbar werden. 1.Korinther 4,5 Der Tag des Gerichts wird's klar machen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen. 14Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen. 15Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch.

16Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?a 17Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben, denn der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr.

Kein Grund zum Ruhm
18Niemand betrüge sich selbst. Wer unter euch meint, weise zu sein in dieser Welt, der werde ein Narr, daß er weise werde. Offenbarung 3,17 19Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit bei Gott. Denn es steht geschrieben (Hiob 5,13): „Die Weisen fängt er in ihrer Klugheit“, 20und wiederum (Psalm 94,11): „Der Herr kennt die Gedanken der Weisen, daß sie nichtig sind.“ 21Darum rühme sich niemand eines Menschen; denn alles ist euer: 22es sei Paulus oder Apollos oder Kephas, es sei Welt oder Leben oder Tod, es sei Gegenwärtiges oder Zukünftiges, alles ist euer, 23ihr aber seid Christi, Christus aber ist Gottes. 1.Korinther 11,3

4Kein Recht zum Richten
1Dafür halte uns jedermann: für Diener Christi und Titus 1,7 Haushalter über Gottes Geheimnisse. 2Nun fordert man nicht mehr von den Haushaltern, als daß sie für Lukas 12,42 treu befunden werden. 3Mir aber ist's ein Geringes, daß ich von euch gerichtet werde oder von einem menschlichen Gericht; auch richte ich mich selbst nicht. 4Ich bin mir zwar nichts bewußt, aber darin bin ich nicht gerechtfertigt; der Herr ist's aber, der mich richtet. 5Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch ans Licht bringen wird, was im Finstern verborgen ist, und wird das Trachten der Herzen offenbar machen. Dann 1.Korinther 3,8 wird einem jeden von Gott sein Lob zuteil werden.

Gegen die Überheblichkeit der Korinther
6Dies aber, liebe Brüder, habe ich im Blick auf mich selbst und Apollos gesagt um euretwillen, damit ihr an uns lernt, was das heißt: Nicht über das hinaus, was geschrieben steht!, Römer 12,3 damit sich keiner für den einen gegen den andern aufblase. 7Denn wer gibt dir einen Vorrang? Was hast du, das du nicht empfangen hast? Wenn du es aber empfangen hast, was rühmst du dich dann, als hättest du es nicht empfangen? 8Ihr Offenbarung 3,17 seid schon satt geworden? Ihr seid schon reich geworden? Ihr Offenbarung 3,21 herrscht ohne uns? Ja, wollte Gott, ihr würdet schon herrschen, damit auch wir mit euch herrschen könnten! 9Denn ich denke, Gott hat uns Apostel als die Allergeringsten hingestellt, wie Römer 8,36 zum Tode Verurteilte. Denn wir sind ein Hebräer 10,33 Schauspiel geworden der Welt und den Engeln und den Menschen. 10Wir sind 1.Korinther 3,18 Narren um Christi willen, ihr aber seid klug in Christus; wir schwach, ihr aber stark; ihr herrlich, wir aber verachtet. 11Bis auf diese Stunde leiden wir Hunger und Durst und Blöße und werden geschlagen und haben keine feste Bleibea 12und 1.Korinther 9,15Apostelgeschichte 18,3 mühen uns ab mit unsrer Hände Arbeit. Man schmäht uns, so Matthäus 5,44Römer 12,14 segnen wir; man verfolgt uns, so dulden wir's, 13man verlästert uns, so reden wir freundlich. Wir sind geworden wie der Abschaum der Menschheit, jedermanns Kehricht, bis heute.

Paulus der Vater der Gemeinde in Korinth
14Nicht um euch zu beschämen, schreibe ich dies; sondern ich ermahne euch als meine lieben Kinder. 15Denn wenn ihr auch zehntausend Erzieher hättet in Christus, so habt ihr doch nicht viele Väter; denn 1.Korinther 9,2Galater 4,19 ich habe euch gezeugt in Christus Jesus durchs Evangelium. 16Darum ermahne ich euch: 1.Korinther 11,1 Folgt meinem Beispiel! 17Aus demselben Grund habe ich Apostelgeschichte 16,1 Timotheus zu euch gesandt, der mein lieber und getreuer Sohn ist in dem Herrn, damit er euch erinnere an meine Weisungen in Christus Jesus, wie ich sie überall in allen Gemeinden lehre.

18Es haben sich einige aufgebläht, als würde ich nicht zu euch kommen. 19Ich werde aber, wenn der Herr will, recht bald zu euch kommen und nicht die Worte der Aufgeblasenen kennenlernen, sondern ihre Kraft. 20Denn das Reich Gottes steht nicht in Worten, sondern in 1.Korinther 2,4 Kraft. 21Was wollt ihr? Soll ich mit dem Stock zu euch kommen oder mit Liebe und sanftmütigem Geist?a

5Ausschluß der Unzüchtigen aus der Gemeinde
1berhaupt geht die Rede, daß Unzucht unter euch ist, und zwar eine solche Unzucht, wie es sie nicht einmal unter den Heiden gibt: daß einer 3.Mose 18,8 die Frau seines Vaters hat. 2Und ihr seid 1.Korinther 4,6 aufgeblasen und seid nicht vielmehr traurig geworden, so daß ihr den aus eurer Mitte verstoßen hättet, der diese Tat begangen hat? 3Ich aber, Kolosser 2,5 der ich nicht leiblich bei euch bin, doch mit dem Geist, habe schon, als wäre ich bei euch, beschlossen über den, der solches getan hat: 4wenn ihr in dem Namen unseres Herrn Jesus versammelt seid und mein Geist Matthäus 16,19Matthäus 18,182.Korinther 13,10 samt der Kraft unseres Herrn Jesus bei euch ist, 5soll dieser Mensch 1.Timotheus 1,20 dem Satan übergeben werden zum Verderben des Fleisches, damit der Geist gerettet werde am Tage des Herrn.

6Euer Rühmen ist nicht gut. Wißt ihr nicht, daß Galater 5,9 ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert? 72.Mose 12,32.Mose 13,7Jesaja 53,71.Petrus 1,19 Darum schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr ein neuer Teig seid, wie ihr ja ungesäuert seid. Denn auch wir haben ein Passalamm, das ist Christus, der geopfert ist. 8Darum laßt uns das Fest feiern nicht im alten Sauerteig, auch nicht im Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern im ungesäuerten Teig der Lauterkeit und Wahrheit.

9Ich habe euch in dem Brief geschrieben, daß ihr nichts zu schaffen haben sollt mit den Unzüchtigen. 10Damit meine ich nicht allgemein die Unzüchtigen in dieser Welt oder die Geizigen oder Räuber oder Götzendiener; sonst müßtet ihr ja die Welt räumen. 11Vielmehr habe ich euch geschrieben: Ihr sollt nichts mit einem zu schaffen haben, der sich Bruder nennen läßt und ist ein Unzüchtiger oder ein Geiziger oder ein Götzendiener oder ein Lästerer oder ein Trunkenbold oder ein Räuber; mit so einem sollt ihr auch nicht essen. 2.Thessalonicher 3,6 12Denn was gehen mich die draußen an, daß ich sie richten sollte? Habt ihr nicht die zu richten, die drinnen sind? 13Gott aber wird, die draußen sind, richten. 5.Mose 13,6Matthäus 18,17 Verstoßt ihr den Bösen aus eurer Mitte!

6Rechtssachen unter Christen
1Wie kann jemand von euch wagen, wenn er einen Streit hat mit einem andern, sein Recht zu suchen vor den Ungerechten und nicht vor den Heiligen? 2Wißt ihr nicht, daß Matthäus 19,28 die Heiligen die Welt richten werden? Wenn nun die Welt von euch gerichtet werden soll, seid ihr dann nicht gut genug, geringe Sachen zu richten? 3Wißt ihr nicht, daß wir über Engel richten werden? Wieviel mehr über Dinge des täglichen Lebens. 4Ihr aber, wenn ihr über diese Dinge rechtet, nehmt solche, die in der Gemeinde nichts gelten, und setzt sie zu Richtern. 5Euch zur Schande muß ich das sagen. Ist denn gar kein Weiser unter euch, auch nicht einer, der zwischen Bruder und Bruder richten könnte? 6Vielmehr rechtet ein Bruder mit dem andern, und das vor Ungläubigen! 7Es ist schon schlimm genug, daß ihr miteinander rechtet. Warum laßt ihr euch nicht lieber Unrecht tun? Warum laßt ihr euch nicht lieber übervorteilen?a 8Vielmehr tut ihr Unrecht und übervorteilt, und das unter Brüdern!

91.Timotheus 1,9Galater 5,19 Oder wißt ihr nicht, daß die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Laßt euch nicht irreführen! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Knabenschänder, 10Diebe, Geizige, Trunkenbolde, Lästerer oder Räuber werden das Reich Gottes ererben. 11Und solche sind einige von euch gewesen. Aber ihr seid Titus 3,3 reingewaschen, ihr seid 1.Korinther 1,2 geheiligt, ihr seid Römer 3,26 gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.

Der Leib ein Tempel des heiligen Geistes
12Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangennehmen. 13Die Speise dem Bauch und der Bauch der Speise; aber Gott wird das eine wie das andere zunichte machen. 1.Thessalonicher 4,3 Der Leib aber nicht der Hurerei, sondern dem Herrn, und der Herr dem Leibe. 14Gott aber 1.Korinther 15,20 hat den Herrn auferweckt und 2.Korinther 4,14 wird auch uns auferwecken durch seine Kraft. 15Wißt ihr nicht, daß eure Leiber Glieder Christi sind? Sollte ich nun die Glieder Christi nehmen und Hurenglieder daraus machen? Das sei ferne! 16Oder wißt ihr nicht: wer sich an die Hure hängt, der ist ein Leib mit ihr? Denn die Schrift sagt: „Die zwei werden ein Fleisch sein“ (1. Mose 2,24). 17Wer aber dem Herrn anhängt, der ist Johannes 17,21 ein Geist mit ihm. 18Flieht die Hurerei! Alle Sünden, die der Mensch tut, bleiben außerhalb des Leibes; wer aber Hurerei treibt, der sündigt am eigenen Leibe. 19Oder wißt ihr nicht, daß 1.Korinther 3,16 euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und daß ihr nicht euch selbst gehört? 20Denn 1.Korinther 7,231.Petrus 1,18 ihr seid teuer erkauft; darum Philipper 1,20 preist Gott mit eurem Leibe.

7Ehe und Ehelosigkeit
1Wovon ihr aber geschrieben habt, darauf antworte ich: Es ist gut für den Mann, keine Frau zu berühren. 2Aber um Unzucht zu vermeiden, soll jeder seine eigene Frau haben und jede Frau ihren eigenen Mann. 3Der Mann leiste der Frau, was er ihr schuldig ist, desgleichen die Frau dem Mann. 4Die Frau verfügt nicht über ihren Leib, sondern der Mann. Ebenso verfügt der Mann nicht über seinen Leib, sondern die Frau. 5Entziehe sich nicht eins dem andern, es sei denn eine Zeitlang, wenn beide es wollen, damit ihr zum Beten Ruhe habt; und dann kommt wieder zusammen, damit euch der Satan nicht versucht, weil ihr euch nicht enthalten könnt. 6Das sage ich aber als Erlaubnis und nicht als Gebot. 7Ich wollte zwar lieber, alle Menschen wären, wie ich bin, aber jeder hat seine eigene Gabe von Gott, der eine so, der andere so. Matthäus 19,12

8Den Ledigen und Witwen sage ich: Es ist gut für sie, wenn sie bleiben wie ich. 9Wenn sie sich aber nicht enthalten können, sollen sie heiraten; denn es ist besser, zu heiraten als sich in Begierde zu verzehren. 1.Timotheus 5,14

Ehescheidung
10Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern Matthäus 5,32 der Herr, daß die Frau sich nicht von ihrem Manne scheiden soll 11- hat sie sich aber geschieden, soll sie ohne Ehe bleiben oder sich mit ihrem Mann versöhnen - und daß der Mann seine Frau nicht verstoßen soll. 12Den andern aber sage ich, nicht der Herr: Wenn ein Bruder eine ungläubige Frau hat und es gefällt ihr, bei ihm zu wohnen, so soll er sich nicht von ihr scheiden. 13Und wenn eine Frau einen ungläubigen Mann hat und es gefällt ihm, bei ihr zu wohnen, so soll sie sich nicht von ihm scheiden. 14Denn der ungläubige Mann ist geheiligt durch die Frau, und die ungläubige Frau ist geheiligt durch den gläubigen Mann. Sonst wären eure Kinder unrein; Römer 11,16 nun aber sind sie heilig. 15Wenn aber der Ungläubige sich scheiden will, so laß ihn sich scheiden. Der Bruder oder die Schwester ist nicht gebunden in solchen Fällen. Römer 14,19 Zum Frieden hat euch Gott berufen. 16Denn 1.Petrus 3,1 was weißt du, Frau, ob du den Mann retten wirst? Oder du, Mann, was weißt du, ob du die Frau retten wirst?

Gottes Ruf und der Stand der Berufenen
17Nur soll jeder so leben, wie der Herr es ihm zugemessen, wie Gott einen jeden berufen hat. Und so ordne ich es an in allen Gemeinden. 18Ist jemand als Beschnittener berufen, der bleibe bei der Beschneidung. Ist jemand als Unbeschnittener berufen, der lasse sich nicht beschneiden. 19Beschnitten sein ist nichts, und unbeschnitten sein ist nichts, sondern: Gottes Gebote halten. Galater 5,6Galater 6,15 20Jeder bleibe in der Berufung, in der er berufen wurde. 21Bist du als Knecht berufen, so sorge dich nicht; doch kannst du frei werden, so nutze es um so lieber. 22Denn Philemon 1,16 wer als Knecht berufen ist in dem Herrn, der ist ein Freigelassener des Herrn; desgleichen, wer als Freier berufen ist, der ist ein Epheser 6,6 Knecht Christi. 23Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte. 1.Korinther 6,20 24Liebe Brüder, ein jeder bleibe vor Gott, worin er berufen ist.

Von den Unverheirateten
25ber die Jungfrauen habe ich kein Gebot des Herrn; ich sage aber meine Meinung als einer, der durch die Barmherzigkeit des Herrn Vertrauen verdient. 26So meine ich nun, es sei gut 1.Korinther 10,11 um der kommenden Not willen, es sei gut für den Menschen, ledig zu sein. 27Bist du an eine Frau gebunden, so suche nicht, von ihr loszukommen; bist du nicht gebunden, so suche keine Frau. 28Wenn du aber doch heiratest, sündigst du nicht, und wenn eine Jungfrau heiratet, sündigt sie nicht; doch werden solche in äußere Bedrängnis kommen. Ich aber möchte euch gerne schonen.

29Das sage ich aber, liebe Brüder: Römer 13,11 Die Zeit ist kurz. Fortan sollen auch die, die Frauen haben, sein, Lukas 14,26 als hätten sie keine; und die weinen, als weinten sie nicht; 30und die sich freuen, als freuten sie sich nicht; und die kaufen, als behielten sie es nicht; 31und die diese Welt gebrauchen, als brauchten sie sie nicht. 1.Johannes 2,15 Denn das Wesen dieser Welt vergeht. 32Ich möchte aber, daß ihr ohne Sorge seid. Wer ledig ist, der sorgt sich um die Sache des Herrn, wie er dem Herrn gefalle; 33Lukas 14,20 wer aber verheiratet ist, der sorgt sich um die Dinge der Welt, wie er der Frau gefalle, und so ist er geteilten Herzens. 34Und die Frau, die keinen Mann hat, und die Jungfrau sorgen sich um die Sache des Herrn, daß sie heilig seien am Leib und auch am Geist; aber die verheiratete Frau sorgt sich um die Dinge der Welt, wie sie dem Mann gefalle. 35Das sage ich zu eurem eigenen Nutzen; nicht um euch einen Strick um den Hals zu werfen, sondern damit es recht zugehe, und ihr stets und ungehindert dem Herrn dienen könnt.

36Wenn aber jemand meint, er handle unrecht an seiner Jungfrau*, wenn sie erwachsen ist, und es kann nicht anders sein, so tue er, was er will; er sündigt nicht, sie sollen heiraten. *Siehe Sach- und Worterklärungen. 37Wenn einer aber in seinem Herzen fest ist, weil er nicht unter Zwang ist und seinen freien Willen hat, und beschließt in seinem Herzen, seine Jungfrau unberührt zu lassen, so tut er gut daran. 38Also, wer seine Jungfrau heiratet, der handelt gut; wer sie aber nicht heiratet, der handelt besser.

Von den Witwen
39Eine Frau ist gebunden, solange ihr Mann lebt; wenn aber der Mann entschläft, ist sie frei, zu heiraten, wen sie will; nur daß es in dem Herrn geschehe!a 40Seliger ist sie aber, nach meiner Meinung, wenn sie ledig bleibt. Ich meine aber: ich habe auch den Geist Gottes.

8Vom Essen des Götzenopferfleisches
1Was aber das Apostelgeschichte 15,29 Götzenopfer angeht, so wissen wir, daß wir alle die Erkenntnis haben. Die Erkenntnis bläht auf; aber die Liebe baut auf. 2Wenn Galater 6,3 jemand meint, er habe etwas erkannt, der hat noch nicht erkannt, wie man erkennen soll. 3Wenn aber jemand Gott liebt, der ist 1.Korinther 13,12Galater 4,9 von ihm erkannt.

4Was nun das Essen von Götzenopferfleisch angeht, so wissen wir, daß es keinen Götzen gibt in der Welt und 5.Mose 6,4 keinen Gott als den einen. 5Und 1.Korinther 10,19Psalm 136,2Römer 8,38 obwohl es solche gibt, die Götter genannt werden, es sei im Himmel oder auf Erden, wie es ja viele Götter und viele Herren gibt, 6so haben WIR doch nur 1.Korinther 12,52.Mose 20,3Maleachi 2,10Epheser 4,5 EINEN Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm; und EINEN Herrn, Jesus Christus, Johannes 1,3Kolosser 1,16 durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.

7Aber nicht jeder hat die Erkenntnis. Denn einige, weil sie bisher an die Götzen gewöhnt waren, essen's als Götzenopfer; dadurch 1.Korinther 10,28 wird ihr Gewissen, weil es schwach ist, befleckt. 8Aber Speise wird uns nicht vor Gottes Gericht bringen. Essen wir nicht, so werden wir darum nicht weniger gelten, essen wir, so werden wir darum nicht besser sein. Römer 14,17 9Seht aber zu, daß diese eure Freiheit für die Schwachen nicht zum Anstoß wird!a 10Denn wenn jemand dich, der du die Erkenntnis hast, im Götzentempel zu Tisch sitzen sieht, wird dann nicht sein Gewissen, da er doch schwach ist, verleitet, das Götzenopfer zu essen? 11Und so wird durch deine Erkenntnis der Schwache Römer 14,15 zugrunde gehen, der Bruder, für den doch Christus gestorben ist. 12Wenn ihr aber so sündigt an den Brüdern und verletzt ihr schwaches Gewissen, so sündigt ihr an Christus. 13Darum, wenn Speise meinen Bruder zu Fall bringt, will ich nie mehr Fleisch essen, damit ich meinen Bruder nicht zu Fall bringe. Römer 14,21

9Recht und Freiheit des Apostels
1Bin ich nicht frei? Bin ich nicht ein Apostel? 1.Korinther 15,8Apostelgeschichte 9,3 Habe ich nicht unsern Herrn Jesus gesehen? Seid nicht ihr mein Werk in dem Herrn? 2Bin ich für andere kein Apostel, so bin ich's doch für euch; denn 1.Korinther 4,152.Korinther 3,2 das Siegel meines Apostelamts seid ihr in dem Herrn. 3Denen, die mich verurteilen, antworte ich so: 4Haben wir nicht das Recht, zu essen und zu trinken?a 5Haben wir nicht auch das Recht, eine Schwester als Ehefrau mit uns zu führen wie die andern Apostel und die Brüder des Herrn und Matthäus 8,14Johannes 1,42 Kephas? 6Oder haben allein ich und Apostelgeschichte 4,36 Barnabas nicht das Recht, nicht zu 2.Thessalonicher 3,7 arbeiten? 7Wer zieht denn in den Krieg und zahlt sich selbst den Sold? Wer pflanzt einen Weinberg und ißt nicht von seiner Frucht? Oder wer weidet eine Herde und nährt sich nicht von der Milch der Herde? 8Rede ich das nach menschlichem Gutdünken? Sagt das nicht auch das Gesetz? 9Denn im Gesetz des Mose steht geschrieben (5. Mose 25,4): 1.Timotheus 5,18 „Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden.“ Sorgt sich Gott etwa um die Ochsen? 10Oder redet er nicht überall um unsertwillen? Ja, um unsertwillen ist es geschrieben: Wer pflügt, soll auf Hoffnung pflügen; und wer drischt, soll in der Hoffnung dreschen, daß er seinen Teil empfangen wird. 11Wenn wir euch zugut Geistliches säen, ist es dann zuviel, wenn wir Leibliches von euch ernten?a 12Wenn andere dieses Recht an euch haben, warum nicht viel mehr wir? Aber Apostelgeschichte 20,332.Korinther 11,9 wir haben von diesem Recht nicht Gebrauch gemacht, sondern wir ertragen alles, damit wir nicht dem Evangelium von Christus ein Hindernis bereiten. 13Wißt ihr nicht, daß, 4.Mose 18,185.Mose 18,1 die im Tempel dienen, vom Tempel leben, und die am Altar dienen, vom Altar ihren Anteil bekommen? 14So hat auch der Herr befohlen, daß, die das Evangelium verkündigen, sich vom Evangelium nähren sollen. Lukas 10,7Galater 6,6 15Ich aber habe Apostelgeschichte 18,3 von alledem keinen Gebrauch gemacht. Ich schreibe auch nicht deshalb davon, damit es nun mit mir so gehalten werden sollte. Lieber würde ich sterben - nein, meinen Ruhm soll niemand zunichte machen! 16Denn daß ich das Evangelium predige, dessen darf ich mich nicht rühmen; denn ich muß es tun. Und Jeremia 20,9 wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predigte! 17Täte ich's aus eigenem Willen, so erhielte ich Lohn. Tue ich's aber nicht aus eigenem Willen, so 1.Korinther 4,1 ist mir doch das Amt anvertraut. 18Was ist denn nun mein Lohn? Daß ich das Evangelium predige ohne Entgelt und von meinem Recht am Evangelium nicht Gebrauch mache.

19Denn obwohl ich frei bin von jedermann, Matthäus 20,27Römer 15,2 habe ich doch mich selbst jedermann zum Knecht gemacht, damit ich möglichst viele gewinne. 201.Korinther 10,33Apostelgeschichte 16,3Apostelgeschichte 21,20 Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne. Denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich wie einer unter dem Gesetz geworden - obwohl ich selbst nicht unter dem Gesetz bin -, damit ich die, die unter dem Gesetz sind, gewinne. 21Denen, die ohne Gesetz sind, Galater 2,3 bin ich wie einer ohne Gesetz geworden - obwohl ich doch nicht ohne Gesetz bin vor Gott, sondern bin in dem Gesetz Christi -, damit ich die, die ohne Gesetz sind, gewinne. 22Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, Römer 11,14 damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise einige rette. 23Alles aber tue ich um des Evangeliums willen, um an ihm teilzuhaben.

24Wißt ihr nicht, daß die, die 2.Timotheus 4,7 in der Kampfbahn laufen, die laufen alle, aber einer empfängt den Philipper 3,14 Siegespreis? Lauft so, daß ihr ihn erlangt. 25Jeder aber, der kämpft, enthält sich aller Dinge; jene nun, damit sie einen vergänglichen Kranz empfangen, wir aber einen 1.Petrus 5,4 unvergänglichen. 26Ich aber laufe nicht wie aufs Ungewisse; ich kämpfe mit der Faust, nicht wie einer, der in die Luft schlägt, 27sondern Römer 13,14 ich bezwinge meinen Leib und zähme ihn, damit ich nicht andern predige und selbst verwerflich werde.

10Das warnende Beispiel Israels
1Ich will euch aber, liebe Brüder, nicht in Unwissenheit darüber lassen, daß unsre Väter alle 2.Mose 13,21 unter der Wolke gewesen und alle 2.Mose 14,22 durchs Meer gegangen sind; 2und alle sind auf Mose getauft worden durch die Wolke und durch das Meer 3und haben alle dieselbe geistliche Speise gegessena 4und haben alle denselben geistlichen Trank getrunken; sie tranken nämlich von dem geistlichen 2.Mose 17,6 Felsen, der ihnen folgte; der Fels aber war Christus. 5Aber an den meisten von ihnen hatte Gott kein Wohlgefallen, denn sie wurden in der Wüste erschlagen. 4.Mose 14,22 6Das ist aber geschehen uns zum Vorbild, damit wir nicht am Bösen unsre Lust haben, 4.Mose 11,4 wie jene sie hatten. 7Werdet auch nicht Götzendiener, wie einige von ihnen es wurden, wie geschrieben steht (2. Mose 32,6): „Das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und stand auf, um zu tanzen.“ 8Auch laßt uns nicht Hurerei treiben, 4.Mose 25,1 wie einige von ihnen Hurerei trieben: und an einem einzigen Tag kamen dreiundzwanzigtausend um. 9Laßt uns auch nicht Christus versuchen, wie einige von ihnen ihn versuchten und 4.Mose 21,4 wurden von den Schlangen umgebracht. 10Murrt auch nicht, wie einige von ihnen murrten und wurden umgebracht durch den Verderber. 4.Mose 14,2Hebräer 3,11 11Dies widerfuhr ihnen als ein Vorbild. Es ist aber geschrieben uns zur Warnung, auf die 1.Petrus 4,7 das Ende der Zeiten gekommen ist. 12Darum, wer meint, er stehe, mag zusehen, daß er nicht falle. 13Bisher hat euch nur menschliche Versuchung getroffen. Aber Gott ist treu, Psalm 68,202.Petrus 2,9 der euch nicht versuchen läßt über eure Kraft, sondern macht, daß die Versuchung so ein Ende nimmt, daß ihr's ertragen könnt.

Die Unvereinbarkeit von Abendmahl und Götzendienst
14Darum, meine Lieben, flieht den Götzendienst!a 15Ich rede doch zu verständigen Menschen; beurteilt ihr, was ich sage. 16Der gesegnete Kelch, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? 1.Korinther 11,23Matthäus 26,27Apostelgeschichte 2,42 Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi? 17Denn e i n Brot ist's: So 1.Korinther 12,27Römer 12,5 sind wir viele e i n Leib, weil wir alle an e i n e m Brot teilhaben. 18Seht an das Israel nach dem Fleisch! Welche 3.Mose 7,6 die Opfer essen, stehen die nicht in der Gemeinschaft des Altars? 19Was will ich nun damit sagen? Daß das Götzenopfer etwas sei? Oder 1.Korinther 8,4 daß der Götze etwas sei? 20Nein, sondern was man da opfert, das opfert man den bösen Geistern und nicht Gott. Nun will ich nicht, daß ihr in der Gemeinschaft der bösen Geister seid. 21Ihr könnt nicht zugleich den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der bösen Geister; ihr könnt nicht zugleich am Tisch des Herrn teilhaben und am Tisch der bösen Geister. Matthäus 6,242.Korinther 6,15 22Oder wollen wir den Herrn herausfordern? Sind wir stärker als er?

Rücksicht auf das Gewissen
23Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf. 1.Korinther 6,12 24Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient. Römer 15,2Philipper 2,4 25Alles, was auf dem Fleischmarkt verkauft wird, das eßt, und forscht nicht nach, damit ihr das Gewissen nicht beschwert. 26Denn „die Erde ist des Herrn und was darinnen ist“ (Psalm 24,1). 27Wenn euch einer von den Ungläubigen einlädt und ihr wollt hingehen, so eßt alles, was euch vorgesetzt wird, und forscht nicht nach, damit ihr das Gewissen nicht beschwert.a 28Wenn aber jemand zu euch sagen würde: Das ist 1.Korinther 8,7 Opferfleisch, so eßt nicht davon, um dessentwillen, der es euch gesagt hat, und damit ihr das Gewissen nicht beschwert. 29Ich rede aber nicht von deinem eigenen Gewissen, sondern von dem des andern. Denn warum sollte ich das Gewissen eines andern über meine Freiheit urteilen lassen? 30Wenn ich's 1.Timotheus 4,4 mit Danksagung genieße, was soll ich mich dann wegen etwas verlästern lassen, wofür ich danke? 31Ob ihr nun eßt oder trinkt oder was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre. Kolosser 3,17 32Römer 14,13 Erregt keinen Anstoß, weder bei den Juden noch bei den Griechen noch bei der Gemeinde Gottes, 33so wie 1.Korinther 9,20 auch ich jedermann in allem zu Gefallen lebe und suche nicht, was mir, sondern was vielen dient, damit sie gerettet werden. 34Folgt meinem Beispiel, wie ich dem Beispiel Christi!

11Die Frau im Gottesdienst
1Ich lobe euch, 2weil ihr in allen Stücken an mich denkt und an den Überlieferungen festhaltet, wie ich sie euch gegeben habe. 3Ich lasse euch aber wissen, daß Christus das Haupt eines jeden Mannes ist; 1.Mose 3,16Epheser 5,23 der Mann aber ist das Haupt der Frau; 1.Korinther 3,23 Gott aber ist das Haupt Christi. 4Ein jeder Mann, der betet oder prophetisch redet und hat etwas auf dem Haupt, der schändet sein Haupt. 5Eine Frau aber, die betet oder prophetisch redet mit unbedecktem Haupt, die schändet ihr Haupt; denn es ist gerade so, als wäre sie geschoren. 6Will sie sich nicht bedecken, so soll sie sich doch das Haar abschneiden lassen! Weil es aber für die Frau eine Schande ist, daß sie das Haar abgeschnitten hat oder geschoren ist, soll sie das Haupt bedecken. 7Der Mann aber soll das Haupt nicht bedecken, denn er ist Gottes Bild und Abglanz; die Frau aber ist des Mannes Abglanz. 8Denn der Mann ist nicht von der Frau, sondern 1.Mose 2,21 die Frau von dem Mann. 9Und der Mann ist nicht geschaffen um der Frau willen, sondern 1.Mose 2,18 die Frau um des Mannes willen. 10Darum soll die Frau eine Macht* auf dem Haupt haben um der Engel willen. *„Macht“ bedeutet wohl „Schleier“. 11Doch in dem Herrn ist weder die Frau etwas ohne den Mann noch der Mann etwas ohne die Frau; 12denn wie die Frau von dem Mann, so kommt auch der Mann durch die Frau; aber alles von Gott. 13Urteilt bei euch selbst, ob es sich ziemt, daß eine Frau unbedeckt vor Gott betet. 14Lehrt euch nicht auch die Natur, daß es für einen Mann eine Unehre ist, wenn er langes Haar trägt, 15aber für eine Frau eine Ehre, wenn sie langes Haar hat? Das Haar ist ihr als Schleier gegeben. 16Ist aber jemand unter euch, der Lust hat, darüber zu streiten, so soll er wissen, daß wir diese Sitte nicht haben, die Gemeinden Gottes auch nicht.

Vom Abendmahl des Herrn
17Dies aber muß ich befehlen: Ich kann's nicht loben, daß ihr nicht zu eurem Nutzen, sondern zu eurem Schaden zusammenkommt. 18Zum ersten höre ich: Wenn ihr in der Gemeinde zusammenkommt, sind 1.Korinther 1,121.Korinther 3,3 Spaltungen unter euch; und zum Teil glaube ich's. 19Denn Matthäus 18,71.Johannes 2,19 es müssen ja Spaltungen unter euch sein, damit die Rechtschaffenen unter euch offenbar werden. 20Wenn ihr nun zusammenkommt, so hält man da nicht das Abendmahl des Herrn. 21Denn ein jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg, und der eine ist hungrig, der andere ist betrunken. Judas 1,12 22Habt ihr denn nicht Häuser, wo ihr essen und trinken könnt? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und Jakobus 2,5 beschämt die, die nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich euch loben? Hierin lobe ich euch nicht.

23Matthäus 26,26Markus 14,22Lukas 22,19 Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich euch weitergegeben habe: Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, 24dankte und brach's und sprach:* Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. *Spätere Textzeugen haben entsprechend Mt 26,26 die Worte „Nehmet, esset“ eingefügt. 25Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund* in meinem Blut; das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis. *Luther übersetzte: „das neue Testament“. 26Denn sooft ihr von diesem Brot eßt und aus dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, Matthäus 26,29 bis er kommt. 27Wer nun 1.Korinther 11,21 unwürdig* von dem Brot ißt oder aus dem Kelch des Herrn trinkt, der wird schuldig sein am Leib und Blut des Herrn. 28Der Mensch Matthäus 26,22 prüfe aber sich selbst, und so esse er von diesem Brot und trinke aus diesem Kelch. 29Denn wer so ißt und trinkt, daß er 1.Korinther 10,16 den Leib des Herrn nicht achtet, der ißt und trinkt sich selber zum Gericht. 30Darum sind auch viele Schwache und Kranke unter euch, und nicht wenige sind entschlafen. 31Wenn wir uns selber richteten, so würden wir nicht gerichtet. 32Wenn wir aber von dem Herrn gerichtet werden, so werden wir gezüchtigt, damit wir nicht samt der Welt verdammt werden. Sprüche 3,11 33Darum, meine lieben Brüder, wenn ihr zusammenkommt, um zu essen, so wartet aufeinander. 34Hat jemand Hunger, so esse er daheim, damit ihr nicht zum Gericht zusammenkommt.

121Das andre will ich ordnen, wenn ich komme.

Viele Gaben - ein Geist
2Ihr wißt: als ihr Heiden wart, zog es euch mit Macht zu den Habakuk 2,18 stummen Götzen. 3Darum tue ich euch kund, daß niemand Jesus verflucht, der durch den Geist Gottes redet; und Markus 9,391.Johannes 4,2 niemand kann Jesus den Herrn nennen außer durch den heiligen Geist. 4Epheser 4,4 Es sind Römer 12,6 verschiedene Gaben; aber es ist e i n Geist. 5Und es sind 1.Korinther 12,28 verschiedene Ämter; aber es ist e i n Herr. 6Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist e i n Gott, der da wirkt alles in allen. 7In einem jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller; 1.Korinther 14,26 8dem einen wird durch den Geist gegeben, von der Weisheit zu reden; dem andern wird gegeben, von der Erkenntnis zu reden, nach demselben Geist; 9einem andern Glaube, in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in dem einen Geist; 10einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei 1.Korinther 14,1 Zungenrede; einem andern die Gabe, sie auszulegen. 11Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist und Römer 12,3Epheser 4,7 teilt einem jeden das Seine zu, wie er will.

Viele Glieder - ein Leib
12Denn wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus. 13Denn Galater 3,28 wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt. 14Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. 15Wenn aber der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum bin ich nicht Glied des Leibes, sollte er deshalb nicht Glied des Leibes sein? 16Und wenn das Ohr spräche: Ich bin kein Auge, darum bin ich nicht Glied des Leibes, sollte es deshalb nicht Glied des Leibes sein ? 17Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das Gehör? Wenn er ganz Gehör wäre, wo bliebe der Geruch? 18Nun aber hat Gott die Glieder eingesetzt, ein jedes von ihnen im Leib, so wie er gewollt hat. 19Wenn aber alle Glieder ein Glied wären, wo bliebe der Leib? 20Nun aber sind es viele Glieder, aber der Leib ist einer. 21Das Auge kann nicht sagen zu der Hand: Ich brauche dich nicht; oder auch das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht. 22Vielmehr sind die Glieder des Leibes, die uns die schwächsten zu sein scheinen, die nötigsten; 23und die uns am wenigsten ehrbar zu sein scheinen, die umkleiden wir mit besonderer Ehre; und bei den unanständigen achten wir besonders auf Anstand; 24denn die anständigen brauchen's nicht. Aber Gott hat den Leib zusammengefügt und dem geringeren Glied höhere Ehre gegeben, 25damit im Leib keine Spaltung sei, sondern die Glieder in gleicher Weise füreinander sorgen. 26Und wenn e i n Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, und wenn e i n Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit.

27Ihr aber seid der Leib Christi und jeder von euch ein Glied. Römer 12,5 28Und Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, dann Wundertäter, dann Gaben, gesund zu machen, zu helfen, zu leiten und mancherlei Zungenrede. Epheser 4,11 29Sind alle Apostel? Sind alle Propheten? Sind alle Lehrer? Sind alle Wundertäter? 30Haben alle die Gabe, gesund zu machen? Reden alle in Zungen? Können alle auslegen? 31Strebt aber nach den größeren Gaben!a

131Und ich will euch einen noch besseren Weg zeigen.

Das Hohelied der Liebe
2Und wenn ich Matthäus 7,22 prophetisch reden könnte und wüßte alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und Matthäus 17,20 hätte allen Glauben, so daß ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. 3Und Matthäus 6,2 wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen,* und hätte die Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze.

4Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, 5sie verhält sich nicht ungehörig, sie Philipper 2,4 sucht nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, 6sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; Römer 12,9 7sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Sprüche 10,12Matthäus 18,21Römer 15,1

8Die Liebe hört niemals auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. 9Denn unser Wissen ist Stückwerk, und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. 10Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. 11Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war. 12Wir 4.Mose 12,82.Korinther 5,7 sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, 1.Korinther 8,3 wie ich erkannt bin.

13Nun aber bleiben 1.Thessalonicher 1,3 Glaube, Hoffnung, 1.Johannes 4,16 Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

14Zungenrede und prophetische Rede
1Strebt nach der Liebe! Bemüht euch um die Gaben des Geistes, am meisten aber um die Gabe der prophetischen Rede! 2Denn wer Apostelgeschichte 2,4Apostelgeschichte 10,46 in Zungen* redet, der redet nicht für Menschen, sondern für Gott; denn niemand versteht ihn, vielmehr redet er im Geist von Geheimnissen. 3Wer aber prophetisch redet, der redet den Menschen zur Erbauung und zur Ermahnung und zur Tröstung. 4Wer in Zungen redet, der erbaut sich selbst; wer aber prophetisch redet, der erbaut die Gemeinde. 5Ich wollte, 1.Korinther 12,10 daß ihr alle in Zungen reden könntet; aber noch viel mehr, daß ihr prophetisch reden könntet. Denn wer prophetisch redet, ist größer als der, der in Zungen redet; es sei denn, er legt es auch aus, damit die Gemeinde dadurch erbaut werde.

6Nun aber, liebe Brüder, wenn ich zu euch käme und redete in Zungen, was würde ich euch nützen, wenn ich nicht mit euch redete in Worten der Offenbarung oder der 1.Korinther 12,8 Erkenntnis oder der Prophetie oder der Lehre? 7Verhält sich's doch auch so mit leblosen Dingen, die Töne hervorbringen, es sei eine Flöte oder eine Harfe: wenn sie nicht unterschiedliche Töne von sich geben, wie kann man erkennen, was auf der Flöte oder auf der Harfe gespielt wird? 8Und wenn die Posaune einen undeutlichen Ton gibt, wer wird sich zum Kampf rüsten? 9So auch ihr: wenn ihr in Zungen redet und nicht mit deutlichen Worten, wie kann man wissen, was gemeint ist? Ihr werdet in den Wind reden. 10Es gibt so viele Arten von Sprache in der Welt, und nichts ist ohne Sprache. 11Wenn ich nun die Bedeutung der Sprache nicht kenne, werde ich den nicht verstehen, der redet, und der redet, wird mich nicht verstehen. 12So auch ihr: da ihr euch bemüht um die Gaben des Geistes, so trachtet danach, daß ihr die Gemeinde erbaut und alles reichlich habt. 13Wer also in Zungen redet, der bete, daß er's auch auslegen könne. 1.Korinther 12,10 14Denn wenn ich in Zungen bete, so betet mein Geist; aber was ich im Sinn habe, bleibt ohne Frucht. 15Wie soll es denn nun sein? Ich will beten mit dem Geist und will auch beten mit dem Verstand; ich will Epheser 5,19 Psalmen singen mit dem Geist und will auch Psalmen singen mit dem Verstand. 16Wenn du Gott lobst im Geist, wie soll der, der als Unkundiger dabeisteht, das Amen sagen auf dein Dankgebet, da er doch nicht weiß, was du sagst? 17Dein Dankgebet mag schön sein; aber der andere wird dadurch nicht erbaut. 18Ich danke Gott, daß ich mehr in Zungen rede als ihr alle. 19Aber ich will in der Gemeinde lieber fünf Worte reden mit meinem Verstand, damit ich auch andere unterweise, als zehntausend Worte in Zungen.

20Liebe Brüder, seid nicht Epheser 4,14 Kinder, wenn es ums Verstehen geht; sondern seid Kinder, wenn es um Böses geht; im Verstehen aber seid vollkommen. 21Im Gesetz steht geschrieben (Jesaja 28,11.12): „Ich will in andern Zungen und mit andern Lippen reden zu diesem Volk, und sie werden mich auch so nicht hören, spricht der Herr.“ 22Darum ist die Zungenrede ein Zeichen nicht für die Gläubigen, sondern für die Ungläubigen; die prophetische Rede aber ein Zeichen nicht für die Ungläubigen, sondern für die Gläubigen. 23Wenn nun die ganze Gemeinde an einem Ort zusammenkäme und alle redeten in Zungen, es kämen aber Unkundige oder Ungläubige hinein, würden sie nicht sagen, ihr seid von Sinnen? 24Wenn sie aber alle prophetisch redeten und es käme ein Ungläubiger oder Unkundiger hinein, der würde von allen geprüft und von allen überführt; 25Johannes 16,8 was in seinem Herzen verborgen ist, würde offenbar, und so würde er niederfallen auf sein Angesicht, Gott anbeten und bekennen, daß Gott wahrhaftig unter euch ist.

26Wie ist es denn nun, liebe Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, 1.Korinther 12,8 so hat ein jeder einen Psalm, er hat eine Lehre, er hat eine Offenbarung, er hat eine Zungenrede, er hat eine Auslegung. Laßt es alles geschehen Epheser 4,12 zur Erbauung! 27Wenn jemand in Zungen redet, so seien es zwei oder höchstens drei, und einer nach dem andern; und einer lege es aus. 28Ist aber kein Ausleger da, so schweige er in der Gemeinde und rede für sich selber und für Gott. 29Auch von den Propheten laßt zwei oder drei reden, und die andern laßt Apostelgeschichte 17,111.Thessalonicher 5,21 darüber urteilen. 30Wenn aber einem andern, der dabeisitzt, eine Offenbarung zuteil wird, so schweige der erste. 31Ihr könnt alle prophetisch reden, doch einer nach dem andern, damit alle lernen und alle ermahnt werden. 32Die Geister der Propheten sind den Propheten untertan. 33Denn Gott ist nicht ein Gott der 1.Korinther 14,40 Unordnung, sondern des Friedens. 34sollen 1.Timotheus 2,11 die Frauen schweigen in der Gemeindeversammlung; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern 1.Mose 3,16 sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt. 35Wollen sie aber etwas lernen, so sollen sie daheim ihre Männer fragen. Es steht der Frau schlecht an, in der Gemeinde zu reden. 36Oder ist das Wort Gottes von euch ausgegangen? Oder ist's allein zu euch gekommen?

37Wenn einer meint, er sei ein Prophet oder vom Geist erfüllt, 1.Johannes 4,6 der erkenne, daß es des Herrn Gebot ist, was ich euch schreibe. 38Wer aber das nicht anerkennt, der wird auch nicht anerkannt. 39Darum, liebe Brüder, bemüht euch um die prophetische Rede und wehrt nicht der Zungenrede. 40Laßt aber alles ehrbar und 1.Korinther 14,33Kolosser 2,5 ordentlich zugehen.

15VON DER AUFERSTEHUNG(Kapitel 15)Das Zeugnis von der Auferstehung Christi
1Ich erinnere euch aber, liebe Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, 2durch das ihr auch selig werdet, wenn ihr's festhaltet in der Gestalt, in der ich es euch verkündigt habe; es sei denn, daß ihr umsonst gläubig geworden wärt. 3Denn als erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Daß Christus gestorben ist für unsre Sünden Jesaja 53,12 nach der Schrift; 4und daß er begraben worden ist; und daß er auferstanden ist am dritten Tage Hosea 6,2Lukas 24,27 nach der Schrift; 5und daß er Lukas 24,34 gesehen worden ist von Kephas, Johannes 20,19 danach von den Zwölfen. 6Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. 7Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach Lukas 24,50 von allen Aposteln. 8Zuletzt von allen ist er 1.Korinther 9,1Apostelgeschichte 9,3 auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden. 9Denn Epheser 3,8 ich bin der geringste unter den Aposteln, der ich nicht wert bin, daß ich ein Apostel heiße, Apostelgeschichte 8,3 weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. 10Aber 2.Korinther 11,5 durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. 11Es sei nun ich oder jene: so predigen wir, und so habt ihr geglaubt.

Gegen die Leugnung der Auferstehung der Toten
12Wenn aber Christus gepredigt wird, daß er von den Toten auferstanden ist, wie sagen dann einige unter euch: Es gibt keine Auferstehung der Toten? 13Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferstanden. 14Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich. 15Wir würden dann auch als falsche Apostelgeschichte 1,22 Zeugen Gottes befunden, weil wir gegen Gott bezeugt hätten, er habe Christus auferweckt, den er nicht auferweckt hätte, wenn doch die Toten nicht auferstehen. 16Denn wenn die Toten nicht auferstehen, so ist Christus auch nicht auferstanden. 17Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden; 18so sind auch die, die in Christus entschlafen sind, verloren. 19Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen.

Christus ist auferstanden
20Nun aber 1.Korinther 6,14 ist Christus auferstanden von den Toten als Kolosser 1,18 Erstling unter denen, die entschlafen sind. 21Denn da durch einen Menschen 1.Mose 3,17 der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. Römer 5,18 22Denn wie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden. 23Ein jeder aber in seiner Ordnung: als Erstling Christus; 1.Thessalonicher 4,16 danach, wenn er kommen wird, die, die Christus angehören; 24danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, nachdem er Römer 8,38 alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt vernichtet hat. 25Denn er muß herrschen, bis Gott ihm Matthäus 22,44 „alle Feinde unter seine Füße legt“ (Psalm 110,1). 26Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod. Offenbarung 20,14Offenbarung 21,4 27Denn „alles hat er unter seine Füße getan“ (Psalm 8,7). Wenn es aber heißt, alles sei ihm unterworfen, so ist offenbar, daß der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. 28Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott sei alles in allem.

Leben aus der Auferstehung
29Was soll es sonst, daß sich einige für die Toten taufen lassen? Wenn die Toten gar nicht auferstehen, was lassen sie sich dann für sie taufen? 30Und was stehen wir dann jede Stunde in Gefahr?a 31So wahr ihr, liebe Brüder, mein Ruhm seid, den ich in Christus Jesus, unserm Herrn, habe: 2.Korinther 4,10 ich sterbe täglich. 32Habe ich nur im Blick auf dieses Leben in Ephesus mit wilden Tieren gekämpft, was hilft's mir? Wenn die Toten nicht auferstehen, dann „laßt uns essen und trinken; denn morgen sind wir tot!“ (Jesaja 22,13) 33Laßt euch nicht verführen! Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten. 34Werdet doch einmal recht 1.Thessalonicher 5,8 nüchtern und sündigt nicht! Denn einige wissen nichts von Gott; das sage ich euch zur Schande.

Der neue Leib bei der Auferstehung
35Es könnte aber jemand fragen: Wie werden die Toten auferstehen, und mit was für einem Leib werden sie kommen? 36Du Narr: Was du säst, wird nicht lebendig, Johannes 12,24 wenn es nicht stirbt. 37Und was du säst, ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, sei es von Weizen oder etwas anderem. 38Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er will, einem jeden Samen seinen eigenen Leib. 39Nicht alles Fleisch ist das gleiche Fleisch, sondern ein anderes Fleisch haben die Menschen, ein anderes das Vieh, ein anderes die Vögel, ein anderes die Fische. 40Und es gibt himmlische Körper und irdische Körper; aber eine andere Herrlichkeit haben die himmlischen und eine andere die irdischen. 41Einen andern Glanz hat die Sonne, einen andern Glanz hat der Mond, einen andern Glanz haben die Sterne; denn ein Stern unterscheidet sich vom andern durch seinen Glanz. 42So auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. 43Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Philipper 3,21Kolosser 3,4 Herrlichkeit. Es wird gesät in Armseligkeit und wird auferstehen in Kraft. 44Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Gibt es einen natürlichen Leib, so gibt es auch einen geistlichen Leib. 45Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, „wurde zu einem lebendigen Wesen“ (1. Mose 2,7), und der letzte Adam zum 2.Korinther 3,17 Geist, der lebendig macht. 46Aber der geistliche Leib ist nicht der erste, sondern der natürliche; danach der geistliche. 47Der erste Mensch ist von der Erde und irdisch; der zweite Mensch ist vom Himmel. 48Wie der irdische ist, so sind auch die irdischen; und wie der himmlische ist, so sind auch die himmlischen. 49Und wie wir getragen haben 1.Mose 5,3 das Bild des irdischen, so werden wir auch tragen das Bild des himmlischen.

Verwandlung der Gläubigen und Sieg über den Tod
50Das sage ich aber, liebe Brüder, daß Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können; auch wird das Verwesliche nicht erben die Unverweslichkeit. 51Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, 1.Thessalonicher 4,15 wir werden aber alle verwandelt werden; 52und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn Matthäus 24,31 es wird die Posaune erschallen, und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden. 53Denn dies Verwesliche muß anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muß anziehen die Unsterblichkeit. 2.Korinther 5,4 54Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht (Jesaja 25,8; Hosea 13,14): „Der Tod ist verschlungen vom Sieg. 55Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“* *Luther übersetzte Vers 54b.55 nach anderer Überlieferung: „Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?“ 56Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, Römer 7,8 die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. 57Gott aber sei Dank, der uns den 1.Johannes 5,4 Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!

58Darum, meine lieben Brüder, seid fest, unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wißt, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.

16Geldsammlung für die Gemeinde in Jerusalem
1Was aber die 2.Korinther 8,1Galater 2,10 Sammlung für die Heiligen angeht: wie ich in den Gemeinden in Galatien angeordnet habe, so sollt auch ihr tun! 2An jedem Apostelgeschichte 20,7 ersten Tag der Woche lege ein jeder von euch bei sich etwas zurück und sammle an, soviel ihm möglich ist, damit die Sammlung nicht erst dann geschieht, wenn ich komme. 3Wenn ich aber gekommen bin, will ich die, die ihr für bewährt haltet, mit Briefen senden, damit sie eure Gabe nach Jerusalem bringen. 4Wenn es aber die Mühe lohnt, daß ich auch hinreise, sollen sie mit mir reisen.

Reisepläne
5Ich will aber zu euch kommen, sobald ich Apostelgeschichte 19,21 durch Mazedonien gezogen bin; denn durch Mazedonien werde ich nur durchreisen. 6Bei euch aber werde ich, wenn möglich, eine Weile bleiben oder auch den Winter zubringen, damit ihr mich dann dahin geleitet, wohin ich ziehen werde. 7Ich will euch jetzt nicht nur sehen, wenn ich durchreise; denn ich hoffe, Apostelgeschichte 20,2 ich werde einige Zeit bei euch bleiben, wenn es der Herr zuläßt. 8Ich werde aber in Apostelgeschichte 19,1 Ephesus bleiben bis Pfingsten. 9Denn mir ist 2.Korinther 2,12Kolosser 4,3 eine Tür aufgetan zu reichem Wirken; aber auch viele Widersacher sind da.

10Wenn 1.Korinther 4,17 Timotheus kommt, so seht zu, daß er ohne Furcht bei euch sein kann; denn Philipper 2,19 er treibt auch das Werk des Herrn wie ich. 11Daß ihn nur nicht jemand verachte! Geleitet ihn aber in Frieden, daß er zu mir komme; denn ich warte auf ihn mit den Brüdern. 12Von Apollos, dem Bruder, aber sollt ihr wissen, daß ich ihn oft ermahnt habe, mit den Brüdern zu euch zu kommen; aber es war durchaus nicht sein Wille, jetzt zu kommen; er wird aber kommen, wenn es ihm gelegen sein wird.

Ermahnungen und Grüße
13Wachet, steht im Glauben, seid mutig und Epheser 6,10 seid stark! 14Alle eure Dinge laßt in der Liebe geschehen!

15Ich ermahne euch aber, liebe Brüder: Ihr kennt 1.Korinther 1,16 das Haus des Stephanas, daß sie die Erstlinge in Achaja sind und haben sich selbst bereitgestellt zum Dienst für die Heiligen. 16Ordnet auch ihr euch solchen unter und allen, die mitarbeiten und sich mühen! 17Ich freue mich über die Ankunft des Stephanas und Fortunatus und Achaikus; denn sie haben mir euch, die ihr nicht hier sein könnt, ersetzt. 18Sie haben meinen und euren Geist erquickt. 1.Thessalonicher 5,12Philipper 2,29 Erkennt solche Leute an!

19Es grüßen euch die Gemeinden in der Provinz Asien. Es grüßen euch vielmals in dem Herrn Aquila und Priska samt der Gemeinde in ihrem Hause. 20Es grüßen euch alle Brüder. Grüßt euch untereinander mit dem heiligen Kuß.

21Hier Galater 6,11Kolosser 4,182.Thessalonicher 3,17 mein, des Paulus, eigenhändiger Gruß. 22Wenn jemand den Herrn nicht lieb hat, der sei verflucht. Offenbarung 22,20 Maranata!* 23Die Gnade des Herrn Jesus sei mit euch! 24Meine Liebe ist mit euch allen in Christus Jesus!